KDFB

Tag der Diakonin 2019

Am Tag der Diakonin, 29.04.2019, haben Frauen aus verschiedenen Verbänden im Bistum Trier mehr Beteiligung von Frauen in der katholischen Kirche gefordert. Aus diesem Anlass gab es einen von Frauen gefeierten Gottesdienst unter dem Motto "Macht Kirche zukunftsfähig" mit ca. 50 Besucherinnen. Die Predigt hielt die in der Frauenbewegung seit Jahrzehnten aktive Ordensschwester Lea Ackermann.

Link zum Video: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/Katholische-Frauen-fordern-Gleichberechtigung,av-o1115265-100.html

 

Tag der Diakonin am 29.04.2019

18:00 Uhr: Gottesdienst in der Kapelle des Josefsstift in Trier. Predigt: Sr. Lea Ackermann, SOLWODI e.V.

15:00 Uhr: Gelegenheit zu einem zwanglosen Gespräch und Austausch im Konferenzraum, Kochstr. 2. Anmeldung bitte bis 25.05.2019, Tel. 0651/74794 oder per E-Mail buero@frauenbund-trier.de

Lesen Sie hierzu auch die Pressemitteilung.

Frauendiakonat - ein Amt mit Zukunft: Forderungen am "Tag der Diakonin" in Stuttgart

Stuttgart-Hohenheim, 02. Mai 2017 - Mit einem Gottesdienst und einer zentralen Veranstaltung haben die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), das Netzwerk Diakonat der Frau und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) am 29. April 2017 den "Tag der Diakonin" begangen. Er stand unter dem Motto "Ein Amt mit Zukunft - auch für Frauen" und fand mit rund 160 Frauen und Männern in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart statt.

Ein intensiver Austausch in Gesprächsrunden und einer Podiumsdiskussion zur Öffnung des sakramentalen Diakonats für Frauen in der katholischen Kirche zeigte eindrücklich, dass in dieser Frage nicht nur historische und theologische Argumente ausgetauscht sind, sondern dass vor allem die Geduld vieler Frauen und Männer nahezu erschöpft ist. Sie erwarten angesichts der gegenwärtigen Krise der Kirche in Deutschland von den Verantwortlichen mutige Schritte zu Veränderungen, wenn die Kirche bei den Menschen nicht weiter an Bedeutung verlieren will.

Die gleichrangige Beteiligung von Frauen gehört maßgeblich zu einer glaubwürdigen und zukunftsfähigen Kirche. Irmentraud Kobusch, Vorsitzende des Netzwerks Diakonat der Frau, stellt dazu fest:"Frauen und Männer sind in gleicher Weise zum Dienst am Nächsten befähigt. Sie geben der Botschaft Jesu Christi Hand und Fuß. Es ist daher logisch und erforderlich, beide Geschlechter in die kirchliche Ämterstruktur einzubeziehen und die Diakonatsweihe für Frauen einzuführen."

Zur Notwendigkeit, in der katholischen Kirche Deutschlands endlich theologisch sinvolle und kirchenrechtlich leicht erreichbare Schritte im Sinne der Beteiligung von Frauen zu ergreifen, erklärt Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der kfd: "Wir fordern die Bischöfe auf, sich bewusst für die Einführung des sakramentalen Diakonats für Frauen einzusetzen und in einem überschaubaren Zeitraum entsprechende Konzepte unter Einbeziehung kompetenter Frauen und Männer zu entwickeln."

KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth dankt Papst Franziskus für die Einberufung einer Kommission zur Untersuchung des Diakoninnenamtes in den ersten Jahrhunderten der Kirche. Sie erwartet, dass neue bereits bestehende Erkenntnisse konstruktiv für die Weiterentwicklung des diakonischen Amtes genutzt werden. "Die Aufforderung des Papstes an die Bischöfe, Vorschläge zur Neugestaltung der Kirche auf lokaler Ebene zu machen, führt hoffentlich auch in der Frage des Frauendiakonats zu notwendigen Reformen, die zügig angegangen werden", so Flachsbarth.

Nach Meinung von ZdK-Vizepräsidentin Dr. Claudia Lücking-Michel ist die Zeit längst reif für Veränderungen. Die Kirche brauche mehr Mut und Vertrauen in Frauen und Laien, wenn sie in eine tragfähige Zukunft gehen möchte, so Lücking-Michel. "Die Zeit zum Handeln ist jetzt. Gleichberechtigung, Partnerschaftlichkeit und die gemeinsame Übernahme von Verantwortung vollzieht sich im Tun, nicht im Warten und Vertrösten. Diakoninnen waren und sind ein Zeichen der Zeit", lautet das Fazit der ZdK-Vizepräsidentin. Sie ist überzeugt, dass für die Stärkung des diakonischen Gesichts der Kirche Frauen unverzichtbar sind.

Die Veranstaltung, die zwanzig Jahre nach dem Internationalen Theologischen Fachkongress "Diakonat - Ein Amt für Frauen in der Kirche - Ein frauengerechtes Amt?" - ebenfalls in Stuttgart-Hohenheim- stattfand, endete mit einem Abschluss-Statement der vier Organisationen. Sie werden sich weiterhin konsequent für die Einführung des Diakonats der Frau einsetzen und dieses Anliegen sowohl an Papst Franziskus als auch an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz herantragen.

Das gemeinsame Abschluss-Statement können Sie hier nachlesen.

Diakonat: "Ein Amt mit Zukunft - auch für Frauen"

Trier, 06.04.2017 - Am Gedenktag der Heiligen Katharina von Siena (29. April) begehen der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) den "Tag der Diakonin". "An diesem Tag bekräftigen wir in besonderer Weise unsere Forderung nach der Zulassung von Frauen zum sakramentalen diakonischen Dienst in der Kirche", erklären die beiden Frauenverbände. Der Katholikenrat im Bistum Trier unterstützt seit vielen Jahren das Anliegen der beiden Frauenverbände.

Bereits 1997 wurde das Netzwerk "Diakonat der Frau" mit dem Ziel der Einführung des sakramentalen Diakonats für Frauen in der römisch-katholischen Kirche gegründet. Gefordert wird die Realisierung einer diakonischen Kirche, in der Männer und Frauen gemeinsam den Dienst Jesu Christi leben und diakonische Leitungsdienste vor Ort wahrnehmen.

In diesen zwanzig Jahren wurde ausreichend diskutiert und wissenschaftlich belegt, dass die Weihe von Frauen zu Diakoninnen eine berechtigte Forderung ist. "Nicht die Zulassung der Frauen zum Weiheamt bedarf der Begründung, sondern der Ausschluss von Frauen", so Frau Prof. Sabine Demel, Lehrsstuhl für Kirchenrecht an der Universität Regensburg, 2015. Nach zwei Jahrzehnten wird damit die Frage "Wie lange es sich die Kirche noch leisten kann, auf die Fähigkeiten, Talente und Erfahrungen der Frauen zu verzichten" immer drängender. Fakt ist, dass die Kirche, wenn sie den Frauen die Weihe für Dienste verweigert, die sie für Männer als wichtig und notwendig erachtet, den Frauen auch die Verwirklichung ihrer Berufung verwehrt.

Das Motto des diesjährigen Tages der Diakonin lautet: "Diakonat, ein Amt mit Zukunft - auch für Frauen". Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die Frauen nicht locker lassen. Denn nach Meinung der beiden Frauenverbände müssen die Charismen von Frauen in der Kirche endlich einen anerkannten Platz haben. Ihre Berufung zum Dienst am Nächsten ist wertvoll und unverzichtbar für eine menschenfreundliche und lebendige Kirche.

KDFB und kfd rufen ihre Mitglieder auf, den 29. April, den "Tag der Diakonin", in vielfältiger Weise zu begehen. "Wir laden alle Interessierten herzlich zum gemeinsamen Beten, Bitten, Nachdenken und Singen sowie zu anschließenden Begegnungen ein. Je mehr Frauen aktiv dabei sind, umso deutlicher wird, wie sehr ihnen dieses Thema unter den Nägeln brennt", stellen Beate Born, KDFB und Rita Monz, kfd, übereinstimmend fest.

Kfd, KDFB und Katholikenrat im Bistum Trier sind Mitglieder im Netzwerk Diakonat der Frau.

Tag der Diakonin am 29. April 2017

Am 29. April 2017 fand in Stuttgart die bundesweite Veranstaltung zum Tag der Diakonin zum Thema "Ein Amt mit Zukaunft - auch für Frauen: Imulse und Perspektiven zum Diakonat" statt. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), das Netzwerk Diakonat der Frau und der Katholische Deutsche Frauenbund setzten sich damit am Festtag der heiligen Katharina von Siena für das Anliegen des Diakonats der Frau gemeinsam ein. Das Programm mit Informationen zur Anmeldung können Sie hier herunterladen.

Mit dem "Tag der Diakonin", den der Katholische Deutsche Frauenbund seit 1998 am 29. April, dem Gedenktag der Heiligen Katharina von Siena, jährlich feiert, setzt sich der Verband für die Zulassung von Fauen zum diakonischen Dienst in der Kirche ein. Durch Gebete und Gespräche soll das Anliegen bedacht und weitergetragen werden.

Der KDFB-Bundesverband entwickelt für seine Diözesanverbände und Zweigvereine einen Gottesdienstvorschlag, den Sie sich ab sofort hier herunterladen können.

Tag der Diakonin 2016: "Hinsehen und handeln! Diakonische Verantwortung vor Ort"

Logo zum Tag der Diakonin

In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto: „Hinsehen und handeln! Diakonische Verantwortung vor Ort“. Das Thema greift das von Papst Franziskus ausgerufene Jahr der Barmherzigkeit auf. Die Sorge für Arme und für soziale Gerechtigkeit ist das zentrale Anliegen des Papstes: „Öffnen wir unsere Augen, um das Elend dieser Welt zu sehen, die Wunden so vieler Brüder und Schwestern, die ihrer Würde beraubt sind. Fühlen wir uns herausgefordert, ihren Hilfeschrei zu hören. Unsere Hände mögen ihre Hände erfassen und sie an uns heranziehen.“

Die Frauenverbände knüpfen an diesen Gedanken an und wollen am diesjährigen Tag der Diakonin den Blick darauf lenken, dass es vielfach Frauen sind, die dieser diakonischen Verantwortung vor Ort gerecht werden. Sie sehen die Not der Menschen und helfen ganz konkret. Dieser Dienst der Frauen am Nächsten ist wertvoll und unverzichtbar für eine menschenfreundliche und lebendige Kirche. Allerdings gibt es in der Kirche noch keinen anerkannten Platz für Charismen und geistliche Begabungen von Frauen. Die beiden Frauenverbände erklären daher: „Am Tag der Diakonin bekräftigen wir in besonderer Weise unsere Forderung nach der Zulassung von Frauen zum sakramentalen diakonischen Dienst in der Kirche.“

Die gemeinsame Pressemeldung von kfd und KDFB lesen Sie hier.