Frauen setzen Zeichen für Frieden und Toleranz
Ricarda Kunger referiert beim interreligiösen Treffen in St. Wendel über jüdische Feiertage
Unter dem Arbeitstitel „Was ist mir heilig“ trafen sich am Sonntag, den 21. Juni 2026, Frauen des KDFB Zweigvereins St. Wendel, der kfd und weitere Interessierte mit Ricarda Kunger, ehemalige Vorsitzende der Jüdischen Synagogengemeinde Saarbrücken, und Miriam Ritter, Gemeindereferentin, im Cusanus-Gemeindehaus St. Wendel.
Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Spannungen und wachsenden rechten Hasses wollte die Veranstaltung ein Zeichen setzen für ein respektvolles, freundschaftliches und friedliches Miteinander. Ricarda Kunger stellte die Gemeinsamkeiten der beiden Religionen vor, die auf ihrem gemeinsamen Ursprung beruhen, und berichtete über jüdische Religion und jüdisches Leben. Miriam Ritter sprach über starke Frauen und deren Wirken aus dem Alten und Neuen Testament.
Im Verlauf der regen Diskussion zeigte sich großes Interesse am besseren Kennenlernen der jüdischen Religion und Geschichte. Vereinbart wurde ein Besuch der Saarbrücker Synagoge sowie perspektivisch der SCHUM-Städte Mainz, Worms und Speyer und des Jüdischen Museums in Paris – idealerweise unter Führung von Ricarda Kunger, die sich dazu bereit erklärte.
Der Kreis der Frauen-Initiative für Frieden und Toleranz soll künftig auch islamische Frauen einschließen; die für diesen Termin eingeladene Referentin zum Islam hatte kurzfristig absagen müssen. Abgerundet wurde das Treffen mit einer kleinen Agape mit koscherem Brot und Wein aus Israel.
Weitere Veranstaltungen sind bereits geplant, idealerweise mit Vertreterinnen aller drei abrahamitischen Religionen.
