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Nachbericht: Mitgliedertreffen in Trier

Gruppe von Frauen vor dem Landesmuseum mit der Ausstellung Marc Aurel
20.08.2025

Treffen in der Geschäftsstelle

Bei sommerlichen Temperaturen öffnete die Trierer Geschäftsstelle am 28. Juni 2025 ihre Türen. Alle Mitglieder waren eingeladen, die Räumlichkeiten und Mitarbeiterinnen – nach zahlreichen telefonischen und postalischen Kontakten – auch persönlich kennen zu lernen und bei einem Kaffee miteinander ins Gespräch zu kommen. Diese Möglichkeit besteht nach terminlicher Übereinkunft weiterhin! Schnell entwickelte sich unter den anwesenden Frauen ein reger Austausch über die Situation in den Zweigvereinen, die sehr unterschiedlich ist und sein darf. Während in dem einen Zweigverein durch personelle Veränderungen und krankheitsbedingte Ausfälle eine neue Leitungsstruktur erst noch gefunden werden will, hat sich in einem anderen Zweigverein, St. Wendel, ein festes und großes Team bereits eingespielt. So kann es viel Energie für neue Projekte und Veranstaltungen einbringen. Besonders froh waren die anwesenden Frauen über die Berichte über neue Mitglieder, welche die Zweigvereine St. Wendel und Koblenz in den letzten Monaten gewinnen konnten. Manchmal bringen schon kleine Veränderungen plötzlich einen Stein ins Rollen und stoßen neue Entwicklungen an. Denn auch bei uns im Frauenbund gibt es eingefahrene Strukturen, die wir manchmal übersehen.

In der Landesausstellung „Marc Aurel“

Gleichzeitig geben Gewohnheiten Sicherheit und ein gutes Gefühl, was bei unserem gemeinsamen Mittagessen im gewohnten Lokal in der Trierer Innenstadt sicherlich zu der vertrauten und lockeren Atmosphäre beigetragen hat. Im Anschluss daran machte sich die Gruppe auf den kurzen, aber sehr warmen Weg zum Landesmuseum, wo noch bis Mitte November ein Teil der großen Ausstellung über den römischen Kaiser und Philosophen Marc Aurel zu sehen ist. Wer die Möglichkeit hat, sollte sie sich nicht entgehen lassen! Der geführte Rundgang erleichterte uns inhaltlich den Zugang zu den spannenden archäologischen Exponaten aus der Zeit vor und während der Regentschaft Marc Aurels (161 bis 180 n. Chr.). Einige Mitmach-Elemente regten zur persönlichen Auseinandersetzung mit politischen und philosophischen Fragen an. Wie sieht gute Herrschaft aus? Wie verändern sich die Kriterien für eine gute Machtausübung über die Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg? Was ist uns im gemeinsamen Zusammenleben mit anderen Menschen im politischen und privaten Raum wichtig?

Abschlussreflexion

Aus Zeitgründen konnten diese Fragen nicht mehr bei der eigentlich geplanten Andacht in der Jesuitenkirche zum Abschluss des Treffens vertieft werden. Gerade der hier im Jahr 1635 beigesetzte Priester, Hochschullehrer und Seelsorger Friedrich Spee gab durch sein Leben und seine Werke ein starkes Zeugnis seines Glaubens. Er setzte sich gegen Hexenverfolgung mit für seine Zeit sehr ungewöhnlichen Argumenten – nämlich für die Unschuldsvermutung und gegen Folger – ein. Neben seinen Schriften sind heute insbesondere seine Liedtexte bekannt, z.B. Vom Himmel hoch o Engel kommt, Zu Bethlehem geboren, Unüberwindlich starker Held, Die ganze Welt Herr Jesu Christ, etc. Eines seiner bekanntesten Lieder „Oh Heiland reiß die Himmel auf“ zeugt von Sehnsucht und dem tiefen Vertrauen, dass Gott bei uns ist die Welt erretten kann. Eine Hoffnung, die auch uns heute, trotz der vielen Not in Nah und Fern, tragen soll.

Rebecca Britz & Jutta Mader-Schömer

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