Nie wieder vergessen – Zweigverein Andernach besucht Auschwitz-Birkenau
Die Delegation des Zweigvereins Andernach legte einen Kranz zum Gedenken nieder.
Am 5. Juni 2026 reisten vier Frauen des Zweigvereins Andernach nach Polen, um die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau zu besuchen. Organisiert hatte die Fahrt Frau Wallenborn, die sich seit vielen Jahren intensiv mit der Geschichte des Ortes beschäftigt und die Gruppe mit ihrer fundierten Ortskenntnis begleitete.
Obwohl die Zeit knapp war, konzentrierten sich die Mitglieder auf die zentralen Stätten des ehemaligen Vernichtungslagers – Schauplätze, die die Dimension des nationalsozialistischen Terrors und der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung eindringlich vor Augen führen. Die Stille, die Ausmaße des Geländes und die zahllosen Zeugnisse des Verbrechens machen Auschwitz-Birkenau zu einem Ort, der sich jeder Beschreibung entzieht. Das Erlebte hat die Gruppe so nachhaltig beeindruckt, dass sie plant, in den kommenden Jahren wiederzukehren – dann mit mehr Zeit, um auch Krakau und die Fabrik von Oskar Schindler zu besuchen.
Zurück in Andernach wollten die Frauen ihre Eindrücke nicht für sich behalten: Am 20. Juni präsentierten sie im Vereinshaus einen Diavortrag, zu dem Mitglieder und Interessierte eingeladen waren. Die Geschichte der Shoah darf nicht in Vergessenheit geraten – angesichts des spürbaren Rechtsrucks in der deutschen und internationalen Politik sehen die Frauen das aktive Erinnern und Weitergeben von Wissen als notwendigen Beitrag gegen Gleichgültigkeit und für eine wachsame Gesellschaft.
