KDFB

Juni 2018

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No g'schwind...

„No g´schwind…“ sagen wir im Schwabenland. Und meinen damit, dass wir noch schnell etwas erledigen. In „g´schwind“ steckt das Wort „Geschwindigkeit“.

Wir sind also im Eiltempo unterwegs. Machen immer drei Dinge auf einmal. Packen in die Zeit bis zu einem Termin noch kurz unzählige Aufgaben, die sicherlich vorher erledigt werden können. Nur kein Leerlauf!

No g´schwind den Abwasch machen.
No g´schwind die Wäsche aufhängen.
No g´schwind die Mails checken.
No g´schwind das Kind zum Turnen fahren.
No g´schwind Blumen besorgen.
No g´schwind einen Kuchen fürs Gemeindefest backen…

Machen Männer eigentlich auch so viele Dinge „no g´schwind“? Gefühlt jedenfalls nicht. Es scheint eher uns Frauen im Blut zu liegen. Oft hat es mit dem inneren Anspruch zu tun, alles unter einen Hut zu bekommen, allen gerecht zu werden.

In dieser Rastlosigkeit verordne ich mir gerade immer wieder – statt noch drei Dinge zu erledigen- eine kleine Auszeit, „no g´schwind“ eben. Lange Pausen sind oft nicht drin. Aber no g´schwind? Das müsste doch gehen! 

No g´schwind eine Tasse Cappuccino.
No g´schwind in die Sonne setzen und die Augen schließen.
No g´schwind ein schönes Gedicht lesen.
No g´schwind den Vogel im Baum beobachten.
No g´schwind in den Himmel schauen und Gott danke sagen.
No g´schwind. Oder gerne auch länger… So viel Zeit muss sein!

Claudia Schmidt
Geistliche Beirätin KDFB
DV Rottenburg-Stuttgart

Foto: C. Schmidt (KDFB)

Claudia Schmidt
Geistliche Beirätin, Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart