KDFB

Besserer Schutz von Frauen gegen Gewalt

23.11.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) fordert anlässlich des Internationalen Gedenktags "NEIN zu Gewalt an Frauen" (25. November) flächendeckende und effektivere Maßnahmen zum Schutz und zur Unterstützung für von Gewalt betroffene Frauen. "Wir begrüßen das Inkrafttreten der Istanbul-Konvention in Deutschland am 01.01.2018 und erwarten von der Politik, dass sie diese zügig und konsequent umsetzt", erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbath.

Nach KDFB-Meinung ist Gewalt gegen Frauen eine schwere Menschenrechtsverletzung. Die Bekämpfung jeder Form von körperlicher, sexueller oder seelischer Gewalt muss daher im Vordergrund stehen und auch rechtlich geahndet werden. "Es ist notwendig, die Interessen und Lebenssituation der betroffenen Frauen zu betrachten, ihnen mehr Schutz und Rechte zukommen zu lassen und sie zu stärken", sagt KDFB-Präsidentin Flachsbarth. Dies müsse in Deutschland, Europa und weltweit verwirklicht werden, so Flachsbarth.

Die Istanbul-Konvention "Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt" schafft einen einheitlichen Rahmen für Prävention, Opferschutz und Strafverfolgung. "Der KDFB begrüßt, dass einheitliche Schutzstandards auf europäischer Ebene mit der Aufforderung an politisch Verantwortliche in Deutschland verknüpft sind, sich intensiv für die Rechte Betroffener einzusetzen", so Flachsbarth.

Dazu gehört auch der konsequente Ausbau von Angeboten zur Beratung und Unterstützung für Frauen, um sich gegenüber Tätern zur Wehr zu setzen und neue Lebensperspektiven zu finden. Ein Beispiel ist das bundesweite kostenfreie Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen". Unter der Rufnummer 08000 116 016 stehen rund um die Uhr Beraterinnen für Gespräche bereit. Sie sichern Anonymität und eine weiterführende Hilfe zu.

KDFB: Ökumene weiter stärken

26.10.2017 - Zum Abschluss des Jubiläumsjahres der Reformation appelliert der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) an die Kirchen, an Christinnen und Christen in der Politik sowie  an seine Mitglieder, sich weiterhin in ökumenischen Zusammenhängen für eine gerechte Welt und lokal wie international für die Ökumene zu engagieren.

"Wir rufen die Kirchen auf, weiterhin unermüdlich nach sichtbarer Einheit zu suchen und dafür einzutreten, dass die Gemeinschaft im Glauben in der eucharistischen Gemeinschaft zu erfahren ist", erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. Außerdem plädiert der KDFB dafür, dass die Kirchen möglichst oft gemeinsam und mit einer Stimme in gesellschaftlichen Debatten und Prozessen der politischen Entscheidungsfindung Stellung beziehen.

An die Christinnen und Christen in der Politik appelliert der KDFB, sich national wie international für Religions- und Gewissensfreiheit und die Achtung der Menschenwürde und -rechte einzusetzen. "Wir ermuntern die politisch Verantwortlichen, öffentlich gegen jede Ausgrenzung von Menschen in unserer Gesellschaft, sei es aufgrund des Geschlechts, der Herkunft oder der religiösen Überzeugung, einzutreten. Glauben muss freiheitlich, sichtbar und öffentlich gelebt werden können", so Flachsbarth.

Der KDFB nimmt seit Jahrzehnten interkonfessionelle Begegnungen und praktizierte Ökumene als Bereicherung wahr. "Wir werden uns auch zukünftig in ökumenischen Kooperationen für Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Mit unseren ökumenischen Erfahrungen und Aktionen wie z.B. Weltgebetstag oder Frauenpredigtpreis wollen wir zur Versöhnung der christlichen Kirchen und zum interreligiösen Dialog beitragen", stellt die KDFB-Präsidentin fest.

Anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation veranstaltete der KDFB die Studientagung "Ökumene und Politik". Die 120 Teilnehmerinnen sprachen über Religionsfreiheit, christliche Vielfalt sowie die Bedeutung konfessioneller Unterschiede und Gemeinsamkeiten. In einer Podiumsdiskussion stellten die KDFB-Frauen und Politikerinnen Sybille Benning MdB, Marianne Schieder MdB und Ulrike Gote MdL Bayern fest, dass die christliche Überzeugung Platz und Ausdruck in der Politik haben muss. 

KDFB fordert Sicherung und Ausbau der Geburtshilfe

23.10.2017 - Für den Katholischen Deutschen Frauenbund e. V. (KDFB) ist die Sicherstellung und Verbesserung der Gesundheit von Frauen während der Schwangerschaft und rund um die Geburt ein zentrales frauen- und gesellschaftspolitisches Thema. "Mit Sorge nehmen wir die derzeitigen Entwicklungen im Bereich der Hebammenversorgung und Geburtshilfe wahr. Hier besteht dringender Handlungsbedarf seitens der Politik", stellt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth fest.

Einstimmig fordert die Bundesdelegiertenversammlung des KDFB, die am vergangenen Wochenende in Bonn tagte, die politisch Verantwortlichen auf Bundes- und Länderebene im Bereich des Gesundheitswesens auf, die Geburtshilfe durch Hebammen bundesweit flächendeckend und bedarfsgerecht sicherzustellen und zu stärken. Dazu zählt auch die gesonderte Berücksichtigung von Geburtshilfeabteilungen im Rahmen des Sicherstellungszuschlags für Krankenhäuser in strukturschwachen Regionen nach dem Krankenhausstrukturgesetz.

"Hebammen sind unverzichtbare Begleiterinnen für werdende Mütter und Väter. Ihre Arbeit bedeutet eine größtmögliche Unterstützung der Eltern in einer äußerst sensiblen Lebensphase. Dieser Dienst am Leben gibt Sicherheiten, ist notwendig und muss auch finanziell seitens der Geburtskliniken geachtet werden", erklärt KDFB-Präsidentin Flachsbarth. Die Leistungsvergütungen und Rahmenbedingungen für freiberufliche und angestellte Hebammen sind laut KDFB zu verbessern, damit Frauen (und Männer) diesen Beruf weiter ausüben können und wollen. Als erforderlich erachtet der KDFB die Gleichstellung der Abrechnungsmodalitäten von freiberuflichen Hebammen in den Geburtskliniken mit denen der angestellten Hebammen.

An die Entscheidungsträger appelliert der KDFB, die derzeit angedachten Pläne einer ambulanten "Außer-Haus-Betreuung" während der Nachsorge umgehend zu stoppen. "Die Wochenbett-Betreuung durch Hebammen im häuslichen Umfeld ist wichtig für die Gesundheit von Mutter und Kind sowie für die Begleitung und Unterstützung in der ersten Familienphase. Dieser Sicherheit und Vertrauen gebende Kontakt muss beibehalten werden und darf nicht finanziellen Interessen seitens der Geburtskliniken zum Opfer fallen", so Maria Flachsbarth.

Arbeiten und Ehrenamt im Verlauf des Lebens - KDFB richtet Forderungen an Koalitionspartner

Köln, 23.10.2017 - Der Katholische Deutsche Fauenbund e. V. (KDFB) hält weiterhin einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit für unverzichtbar, um eine tatsächliche partnerschaftliche Aufteilungn von Erwerbs- und Sorgearbeit sowie ehrenamtlichem Engagement in den Lebensverläufen von Frauen und Männern zu ermöglichen.

"Mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen fordern wir die politisch Verantwortlichen auf, die Reform des Teilzeit- und Befristungsrechtes endlich umzusetzen und den Rechtsanspruch auf Rückkehr zum früheren Beschäftigungsumfang festzuschreiben", erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth.
Gerade Frauen, die vielfach unfreiwillig oder länger als beabsichtigt in einem Teilzeit-Arbeitsverhältnis stehen, sind von negativen Konsequenzen wie mangelnde Karrierechancen, eigenständige Existenzsicherung sowie ausreichende Altersvorsorge betroffen. Außerdem ist laut KDFB dafür Sorge zu tragen, dass Rechte und Interessen von Stelleninhaberin und Stellenvertretung gleichermaßen berücksichtigt werden. Arbeitsmarktpolitische Strategien für die Reduzierung von befristeten Verträgen sind zu entwickeln.

Zur Verringerung des erhöhten Altersarmutsrisikos von Frauen stellt die KDFB-Präsidentin fest: "Wir fordern im Hinblick auf ein generationengerechtes Alterssicherungssystem, dass Kindererziehungszeiten bei der Bedürftigkeitsprüfung in der Grundsicherung im Alter nicht mehr als Einkommen angerechnet werden." Der KDFB hält weiterhin die Ausweitung der Anrechnung von Sorgearbeit in der gesetzlichen Rente durch einen aus Steuermitteln finanzierten 3. Entgeltpunkt auch für vor 1992 geborene Kinder für unbedingt erforderlich. Sorge- und Erwerbsarbeit müsse in der Lebensverlaufsperspektive zusammen bedacht werden, so Flachsbarth.

Zudem formulierte die KDFB-Bundesdelegiertenversammlung, die vom 20. - 22.10.2017 in Bonn tagte, als weitere engagementpolitische Forderung die Angleichung der steuerlichen Ehrenamtspauschale für Vorstände gemeinnütziger Vereine (720.- Euro) an die steuerlich absetzbare Überleitungspauschale (2.400.- Euro) pro Jahr.

5. Ökumenischer Frauenpredigtpreis verliehen

Hannover/Köln, 18.10.2017 - Der Deutsche Evangelische Frauenbund (DEF) und der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) haben zum fünften Mal gemeinsam den Ökumenischen Frauenpredigtpreis verliehen. Preisträgerin ist die katholische Religionspädagogin Regina Groot Bramel aus Eschenburg im Bistum Limburg. Schirmfrau der Aktion war Annette Schavan, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl.

Im Jubiläumsjahr der Reformation stellten beide Frauenverbände den Preditwettbewerb unter das Motto "Eins sein in Christus... - Gemeinsam Wege der Gerechtigkeit gehen". Zu der Bibelstelle aus dem Paulusbrief an die Galater (3, 26-28) reichten katholische und evangelische Frauen Beiträge ein. Pastorin Hella Mahler, zweite Vorsitzende des DEF und Mitglied der Jury, erklärte: "Die Predigt sollte kreativ, lebendig, frauenspezifisch und ökumenisch ausgerichtet sein. Frauen waren aufgerufen, selbst Zeugnis von ihrem Glauben geben, um andere anzustecken und zu begeistern."

In ihrer Laudatio hob Jury-Mitglied Prof. Dr. Hildegard König hervor, dass die Preisträgerin Regina Groot Bramel auf beeindruckende Weise Paulus beim Wort nehme, ihn in ihre eigene Lebenserfahrung und -geschichte hineinstelle und die paulinische Zusage zum Leuchten bringe, bis hinein in gegenwärtige Herausforderungen und Zumutungen. "Die Ansprache ist eine Herz und Sinn berührende Gute Nachricht, Ermutigung und Anschub für ein eigen-sinniges, selbstbewusstes Christin-Sein", sagte die ehemalige KDFB-Vizepräsidentin und derzeit stellvertretende Vorsitzende der Theologischen Kommission des KDFB bei der Preisverleihung in Hofgeismar.

Regina Groot Bramel (57) arbeitet als Religionslehrerin, Sozialpädagogin, Reittherapeutin und ist Autorin spiritueller Bücher. Mit ihrer großen Familie sowie mit vielen Tieren lebt sie im ländlichen Raum des hessischen Mittelgebirges. Ihren Beitrag "Eins-sein mit Eigensinn" hielt sei beim Kirchweihfest in Eschenburg-Hirzenhain. Zum mit 1.000-Euro dotierten Predigtpreis, gestiftet vom Deutschen Evangelischen Frauenbund, bekam sie auch den siebenarmigen Silberleuchter, den "Wanderpreis" zum Predigtwettbewerb, den die Siegerin des ersten Wettbewerbs 2002 gestiftet hatte.

Der KDFB wird am 20./21.10.2017 im Rahmen seiner Studientagung "Ökumene und Politik" in Bonn an die Thematik des Frauenpredigtwettbewerbs anknüpfen und Fragen von solidarischem Handeln in ökumenischer Gemeinsamkeit ansprechen.

Verantwortung für Demokratie übernehmen

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Köln 25.09.2017 - Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e. V. (KDFB) wurde in den Deutschen Bundestag wiedergewählt, dem sie seit 2002 angehört. Sie betonte angesichts des Einzugs der rechtspopulistischen Partei AfD in das Parlament die Verantwortung der Zivilgesellschaft, sich in Wort und Tat für die Demokartie einzusetzen. 

"Der Frauenbund steht bereit, sich weiterhin engagiert für die Stärkung und den Ausbau der Demokratie einzusetzen", so Dr. Maria Flachsbarth nach der Bundestagswahl. "Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie sich unbeirrt für eine gelingende Integration der zu uns geflüchteten Menschen in einer sozial gerechten Gesellschaft einsetzt. Dazu gehört, die Schwachen am Rande unserer Gesellschaft besonders im Blick zu halten und Strategien für den Umgang mit der AfD im Deutschen Bundestag zu entwickeln." Es gelte, auch im parlamentarischen Tagesgeschäft populistischen Tendenzen, sozialen Ausgrenzungen und Rassismus entschieden entgegenzutreten. "Der KDFB tritt für eine Gesellschaft ein, die von Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde geprägt ist und in der Frauen und Männer unabhängig von ihrer kulturellen Herkunft gleiche Verwirklichungschancen haben", so Flachsbarth. Diese Forderungen müssen nach Meinung der KDFB-Präsidentin im Regierungsprogramm Priorität haben.

Der Frauenbund gratuliert seiner Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth (CDU) sowie den KDFB-Mitgliedern Dorothee Bär (CSU), Sybille Benning (CDU), Britta Dassler (FDP), Marie-Luise Dött (CDU), Prof. Monika Grütters (CDU), Rita Hagl-Kehl (SPD), Marianne Schieder (SPD), Dr. Anja Weisgerber (CSU), Annette Widmann-Mauz (CDU) und Emmi Zeulner (CSU) zur Wahl in den neuen Deutschen Bundestag. Der Verband wünscht ihnen für die bevorstehende Amtszeit viel Kraft, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern sowie Durchsetzungsvermögen bei der Vertetung von Fraueninteressen.

Begegnung schafft Vertrauen und Integration - KDFB zur Interkulturellen Woche

20.09.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) begrüßt und unterstützt die bundesweite Interkulturelle Woche, die vom 24. - 30.09.2017 unter dem Motto "Vielfalt verbindet" stattfindet. Im Mittelpunkt dieser Initiative der christlichen Kirchen stehen Begegnung, Teilhabe und Integration von Menschen unterschiedlicher Kulturen, besonders die Solidarität mit Geflüchteten.

"Als engagierte Christinnen bekennen wir uns zu uneingeschränkter Menschenwürde und Achtung der Menschenrechte. Wir halten ein respektvolles Miteinander und die Veränderung von Fremdenfeindlichkeit in Fremdenfreundlichkeit für unverzichtbar, wenn es um den friedlichen Zusammenhalt unserer Gesellschaft geht", erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. Wichtige Beiträge zur Integration sind auch die Akzeptanz anderer Religionsgemeinschaften, gelebte Solidarität mit geflüchteten Menschen sowie eine Kommunikation, die zu Begegnung und dem Abbau von Vorurteilen einlädt statt Ängste gegenüber Fremden zu schüren.

Laut KDFB ist Zusammenleben und "Teil der Gesellschaft werden" ein wechselseitiger Prozess, der ein hohes Maß an Offenheit, Toleranz und Wertschätzung des Anderen erfordert und von allen Bürgerinnen und Bürgern mitgetragen werden muss. "Demokratisches Zusammenleben und ein verantwortungsvoller Umgang mit Vielfalt müssen geübt werden, besonders in Zeiten, wo populistische Tendenzen und soziale Ausgrenzung zunehmen. Sich dem zu widersetzen und mutig für Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde einzustehen, bedeutet einen wichtigen Schritt zu mehr Mitmenschlichkeit und zur gleichberechtigten und gleichwertigen Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Leben", so Flachsbarth.

"Ich danke allen Frauenbundfrauen, die sich unerschrocken und mit viel Herzenswärme für Menschen gleich welcher Herkunft, Sprache oder Religion einsetzen, die vor Ort Einladungen zur Begegnung aussprechen oder sich in besonderer Weise geflüchteter Frauen annehmen. Die vielen KDFB-Aktionen tragen zu einem besseren Verständnis und zu einer leichteren Integration im Sinne der Interkultuerellen Woche bei", betont die KDFB-Präsidentin.

Verantwortung für Demokratie übernehmen - KDFB ruft zur Beteiligung an der Bundestagswahl auf

Köln, 11.09.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) ruft zur Beteiligung an der Bundestagswahl am 24. September 2017 auf. KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth erklärt: "Demokratie lebt von Beteiligung. Wer zur Wahl geht, entscheidet mit über die Zukunft unseres Landes und übernimmt Verantwortung für die Stärkung unserer Gesellschaft."

Demokratie brauche Demokraten, so Flachsbarth. Offen mitdenkende und mithandelnde Frauen und Männer, die Standpunkte beziehen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit zwischen Geschlechtern, Generationen und Menschen unterschiedlicher Herkunft. "Deshalb engagiert sich der KDFB seit 1903 politisch. Wir treten für gleiche Verwirklichungschancen von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen und in allen Teilen von Gesellschaft ein, für die Stärkung von Familien ebenso wie für eine gelingende Integration", stellt die KDFB-Präsidentin fest.

Mit seiner heute startenden Facebook-Aktion ruft der KDFB knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl noch einmal verstärkt alle Frauen und Männer auf, wählen zu gehen. "Achtung der Menschenwürde und Meinungsfreiheit, gelebte Solidarität sowie mutige Posionen gegen soziale Ausgrenzung, Rassismus und Populismus sind dabei eindeutige Merkmale einer demokratischen Gesellschaft und deshalb nicht verhandelbar", erläutert Flachsbarth.

Als engagierter Frauenbund mit einer christlichen Werthaltung will der KDFB Einfluss nehmen auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen: mehr Geschlechtergerechtigkeit, eine bessere Alterssicherung, Solidarität in der Einen Welt - um nur einige Beispiele zu nennen.

Frauenbund zur Bundestagswahl 2017

Trier, Koblenz, Saarbrücken, 09.09.2017 - Anlässlich der Delegiertenversammlung des Katholischen Deutschen Frauenbundes im Bistum Trier (KDFB) rufen die Delegierten ihre Mitglieder und alle Frauen und Männer dazu auf, sich an der Bundestagswahl am 24.09.2017 zu beteiligen und damit die Demokratie in unserem Land zu stärken.

Für den Frauenbund und seine Mitglieder sind insbesondere die Themen Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde wahlentscheidend. Die Delegierten zeigten sich davon überzeugt, dass es gerade jetzt gilt, öffentlich Haltung gegen rhetorische Aufrüstung und populistische Tendenzen zu beziehen sowie gegen soziale Ausgrenzung und Rassismus aufzustehen. Dabei sind unsere eigene Meinung, Mut und Standfestigkeit gefordert, wenn wir uns geschlechter-, generationen- und kulturübergreifend für Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde in Politik, Gesellschaft und Kirche einsetzen wollen.

In Bezug auf die Bundestagswahl appelliert der KDFB daher an alle Frauen und Männer, die Programme der Parteien sowie die politischen Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten für den nächsten Bundestag dahingehend kritisch zu prüfen. Als Frauenverband ermuntern wir alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Frauen bei ihrer Kandidatur zu unterstützen!

KDFB zur Woche des Bürgerschaftlichen Engagements: Vielfalt, Verlässlichkeit, Miteinander der Gesellschaft

07.09.2017 - Aus Anlass der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements, die bundesweit vom 08. - 17.09.2017 unter dem Motto "Engagement macht stark!" stattfindet, erklärt Dr. Elfriede Schießleder, Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e. V. (KDFB): "Unsere Gesellschaft braucht das freiwillige ehrenamtliche Engagement, damit Zusammenhalt und Verantwortung für das Gemeinwesen nocht stärker, vielfältiger und tragfähiger werden."

Etwa 31 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich ehrenamtlich in Bereichen wie z. B. Kultur, Bildung, Sport, Umwelt- und Tierschutz, Unterstützung für Geflüchtete, Integration oder in der Nachbarschaftshilfe. Sie übernehmen Verantwortung für eine offene, menschenfreundliche und solidarische Gesellschaft und stärken damit die Demokratie.

"Dieses Handeln braucht eine gesicherte Förderung, Wertschätzung und verbindliche Rahmenbedingungen seitens der Politik. Staat und Kommunen dürfen sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen, denn bürgerschaftliches Engagement dient der Mit-Sicherung des Gemeinwesens", stellt KDFB-Vizepräsidentin Schießleder fest.

Laut KDFB muss dazu vor allem die bessere Vereinbarkeit von Freiwilligenarbeit mit Berufstätigkeit und Familienleben in den Blick genommen werden. "Eine bundeseinheitliche Regelung für die Freistellung ist deshalb dringend vonnöten. Ebenso unabdingbar ist die Umsetzung der bereits im letzten Koalitionsvertrag vereinbarten Reform des Teilzeit- und Befristungsgesetzes, die einen Rechtsanspruch auf Rückkehr auf den früheren Beschäftigungsumfang, etwa nach intensiven Phasen von Sorgearbeit oder ehrenamtlichem Engagement, vorsieht", so Schießleder.

Wer eine starke Gesellschaft und Demokratie will, muss nach KDFB-Meinung dafür sorgen, dass die Vielfalt des ehrenamtlchen Engagements wachsen kann, nachhaltig gesichert ist und alle Bürgerinnen und Bürger davon profitieren können.

Verantwortung für die Schöpfung übernehmen

30.08.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) unterstützt die Aktion "Ökumenische Schöpfungszeit" der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland. Sie steht unter dem Motto "So weit Himmel und Erde ist" und findet vom 01.09. - 04.10.2017 statt.

Im Mittelpunkt der bundesweiten Aktion christlicher Kirchen steht die Schönheit der Schöpfung, obwohl ihr immer mehr Menschen Schaden zufügen und sie damit an den Rand der Erschöpfung bringen. KDFB-Vizepräsidentin Rose Schmidt stellt dazu fest: "Je mehr Raubbau an der Natur betrieben wird, desto mehr Lebensräume gehen verloren - für Menschen, Tiere, Pflanzen - und desto mehr Ungerechtigkeiten und Unfrieden entstehen. Wenn die Schöpfung auch in Zukunft Bestand haben soll, müssen jetzt Missstände und Gefährdungen wie z. B. Klimawandel, Umelt- und Müllprobleme oder die wahrnehmbare Wegwerfkultur abgewendet werden." Wer die Umwelt nur als frei verfügbare Selbstverständlichkeit wahrnehme und sie zur Steigerung des eigenen Profits auf Kosten der Natur und Menschen ausnutze, verliere den Respekt vor der Schöpfung als Geschenk Gottes, so Schmidt.

Nach Meinung des KDFB geht Schöpfungsverantwortung mit Weltverantwortung einher und zählt zu den Kernaufgaben der Kirchen. Dies wird laut Schmidt in der 2015 veröffentlichten Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus deutlich, die den Zusammenhang von Schöpfungsbedrohung und Umweltzerstörung mit dem Engagement für weltweite soziale Gerechtigkeit und der Solidarität mit den Armen herstellt.

"Als Frauenverband mit christlicher Werthaltung appellieren wir an Politik, Wirtschaft, Kirche und Verbände, vor allem aber in jede und jeden Einzhelnen, die Impulse der Enzyklika aufzunehmen und im Sinne nachfolgender Generationen Verantwortung für den Lebensraum Erde zu übernehmen und ihre Schönheit zu erhalten", erklärt die KDFB-Vizepräsidentin. Sie sei dankbar, dass die Landfrauenvereinigung des KDFB sich bereits seit Jahrzehnten für eine intakte Natur und die Würde von Mensch und Tier einsetze und immer wieder zur Überprüfung von Konsum- und Umweltverhalten auffordere, so Schmidt.

Demokratie stärken! - KDFB-Standpunkte zur Bundestagswahl 2017

Köln, 31.05.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) veröffentlicht vier Monate vor der Bundestagswahl seine gesellschaftspolitischen Positionen und Forderungen. "Die KDFB-Standpunkte basieren auf dem für die Demokratie zentralen Wertedreieck Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde. Auf diesen zentralen christlichen Werten gründet unser politisches Handeln", erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth.

Mit den Standpunkten positioniert sich der KDFB zu zentralen gesellschaftspolitischen Thmenfeldern wie etwa der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit, Familie und Ehrenamt, der Alterssicherung von Frauen, dem Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft oder dem Bereich der Frauengesundheit. KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth stellt dazu fest: "Als gesellschaftspolitisch aktiver Frauenverband bezieht der KDFB öffentlich Stellung für eine solidarische und gerechte Gesellschaft. Mit den KDFB-Standpunkten stellen wir unsere Forderungen an Politik und Gesellschaft für ein gerechtes, solidarisches und würdevolles Zusammenleben vor."

Vier Monate vor der Bundestagswahl bekräftigt der KDFB sein Engagement für die Stärkung und den Ausbau der Demokratie. "Als Christinnen, als Teil der internationalen Frauenbewegung und als Nachfolgerinnen der 'Mütter des Grundgesetzes' sind wir mitverantwortlich für ein gelingendes demokratisches Zusammenleben, das frei ist von Populismus, Rassismus und sozialer Ausgrenzung", so Flachsbarth.

Der KDFB appelliert an alle Frauen und Männer, die politischen Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten für den nächsten Bundestag kritisch zu prüfen. Die KDFB-Standpunkte können dabei als Wahlprüfsteine genutzt werden. Als Frauenverband ermuntert der KDFB alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Frauen bei ihrer Kandidatur zu unterstützen.

Die KDFB-Standpunkte sind in der Bundesgeschäftsstelle erhältlich oder stehen hier zum Download bereit.

KDFB erinnert an die Apostolin Maria Magdalena

Köln, 22.07.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) erinnert zum Fest der Heiligen Maria Magdalena (22. Juli) daran, dass Papst Franziskus sie vor einem Jahr zur "Apostola Apostolorum" erhob. "Die liturgische Gleichstellung Maria Magdalenas mit den Aposteln unterstreicht ihre Bedeutung als Erstzeugin der Auferstehung und Erstverkünderin des Evangeliums. Sie regt damit auch das kirchliche Nachdenken über Würde und Rolle der Frau in der Kirche an", erklärt Dorothee Sandherr-Klemp, Geistliche Beirätin des KDFB.

Maria von Magdala gehörte zum engsten Kreis der Menschen um Jesus. Sie begleitete ihn als Jüngerin, stand unter dem Kreuz als er starb, entdeckte mit anderen Frauen das leere Grab und begegnet als Erste dem Auferstandenen, der ihr den Verkündigungsauftrag gab. Als Erstzeugin und Glaubensbotin ist Maria Magdalena das entscheidende Bindeglied zwischen Karfreitagsverzweiflung und Osterfeude. "Leider wurde die biblische Gestalt der Jesusjüngerin und Verkünderin ab dem 4. Jahrhundert mit anderen Frauengestalten des Neuen Testaments verwoben, vor allem mit der namenlosen reuigen Sünderin. So entwickelte sich ein für Frauen ambivalentes Magdalenen-Bild, das die Frau aus Magdala gegen das Zeugnis der Evanglien nicht als befreite Christuszeugin und Auferstehungsbotin, sondern, zudem stark erotisch eingefärbt, vor allem als reuige Büßerin darstellte", stellt die Geistliche Beirätin fest.

Für den KDFB ist deshalb die Wiederentdeckung der biblischen Maria Magdalena als Apostola Apostolorum untrennbar mit der Frage nach der Rolle und dem Stellenwert von Frauen in der Kirche verbunden. "Die Wiederentdeckung und Würdigung der Maria Magdalena kann Frauen in der Kirche heute Mut machen zum bewusst gelebten gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen, Mut aber auch zur gemeinsamen Übernahme von geistlicher Verantwortung von Männern und Frauen", so Sandherr-Klemp.

Mit Blick auf die liturgische Gleichstellung Maria Magdalenas mit den Aposteln durch Papst Franziskus merkt der KDFB an, dass ein lebendiger Widerhall dieser höchsten Würdigung in der Kirche weiterhin aussteht. Der Frauenbund wird diese Herausforderung annehmen, sich mit der Bedeutung von Maria Magdalena für die heitige Zeit auseinandersetzen und dazu beitragen, dass die "Apostola Apostolorum" stärker ins Bewusstsein der Glaubenden gelangt.

KDFB: Rechtliche Gleichstellung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft ermöglichen

29.06.2017 - Anlässlich der aktuellen Debatte im deutschen Bundestag zur "Ehe für alle" erklärt Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e. V. (KDFB): "Wir setzen uns für das Gelingen von auf Dauer, in Liebe zueinander und Sorge füreinander angelegten Beziehungen in einer diskriminierungsfreien Gesellschaft ein. Die rechtliche Gleichstellung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft ist ein Ausdruck von Gleichberechtigung und Verantwortung, die Menschen gleichen oder unterschiedlichen Alters und Geschlechts füreinander übernehmen."

Damit auf Dauer angelegte Beziehungen entstehen, sich entfalten, verändern und gelingen können, sind Rahmenbedingungen nötig. Hier stehen laut KDFB der Gesetzgeber, Unternehmen und Sozialpartner sowie die Kirchen und Verbände in besonderer Verantwortung. Alle sind aufgefordert, sich für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft einzusetzen, in der Frauen, Männer und Kinder ihre Familien und Beziehungen (besser) erleben können, in der sie Unterstützung erfahren und in der vor allem am verfassungsrechtlich garantierten Schutz von Ehe und Familie festgehalten wird.

Für den Frauenbund hat die sakramentale Ehe vor Gott und in der Kirche ihren einzigartigen Wert und Eigen-Sinn. Der KDFB bestärkt Fauen und Männer darin, den Bund der Ehe vor Gott zu schließen und ihn gemeinsam und gleichberechtigt zu führen. Er tritt dafür ein, dass auch gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit erhalten, in der Kirche den Segen Gottes für ihre Partnerschaft zu erbitten.

Bundestagsgebäude wird nach Helene Weber benannt

Köln, 22. Mai 2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) begrüßt die Entscheidung des Ältestenrats des Deutschen Bundestags, am 23. Mai zwei Gebäude des Bundestags mit den Namen der herausragenden Politikerinnen Helene Weber (1881-1962) und Elisabeth Selbert (1896-1986) zu benennen.

"Wir freuen uns, dass damit die politische Lebensleistung der beiden Frauen in der deutschen Geschichte, ihr Widerstand gegen die Nationalsozialisten und ihr Einsatz für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen gewürdigt wird", so KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. "Besonders freuen wir uns natürlich, dass der Ältestenrat unseren Vorschlag aufgegriffen hat und das Gebäude in der Dorotheenstraße 88 nach der Frauenbundfrau Helene Weber benennen wird. Wir halten sie für eine herausragende Frau des deutschen Parlamentarismus und als Namensgeberin eines Gebäudes des Deutschen Bundestages für würdig."

Der Bundesausschuss des KDFB hatte sich am 25. März mit dem Thema befasst und Helene Weber als Namensgeberin vorgeschlagen. Sie engagierte sich bereits vor 1919 für das Frauenstimmrecht und hob zwei deutsche Demokratien mit aus der Taufe, indem sie als christliche Abgeordnete an deren Verfassungen mitarbeitete. Sie gilt als eine der "Mütter" des Grundgesetzes. Helene Weber beteiligte sich an der europäischen Verständigung und förderte aktiv das politische Engagement anderer Frauen.

Ziel von Helene Weber, die 1916 KDFB-Mitglied wurde, viele Jahre zum Bundesvorstand gehörte und bis zu ihrem Tod dem Verband treu blieb, war es immer, Frauen für soziale und politische Fragen zu sensibilisieren, sie staatsbürgerlich aufzuklären, zu bilden und zu einem öffentlichen Engagement zu befähigen. Dafür machte sie sich im Frauenbund und in der Politik gleichermaßen stark. Ihr soziales Engagement war immer auch politisches Engagement und sie ließ keinen Zwiefel daran, dass eine funktionierende Demokratie nur mit der Teilhabe von Frauen existieren kann.

Der Frieden braucht mutige Frauen

Köln, 15.05.2017 - Unter dem Motto "Frauen für den Frieden" veranstaltete der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) am 13.05.2017 seine traditionelle Frauenfriedenswallfahrt. Sie fand mit rund 400 Frauen in der Frauenfriedenskirche Frankfurt-Bockenheim statt. Prof. Dr. Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der EKD für  das Reformationsjubiläum 2017, rief im ökumenischen Gottesdienst dazu auf, die Stimme für den Frieden zu erheben und mutig gegen Krieg und Aufrüstung zu demonstrieren.

"Frieden in Deutschland, in Europa und weltweit war und ist für den Frauenbund eine große Herausforderung. Aufgrund unserer christlichen Werthaltung fühlen wir uns mitverantwortlich für den Frieden und verurteilen Krieg und Gewalt sowie jede Form von Unterdrückung und Missachtung der Menschenrechte", erklärte KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth während der Frauenfriedenswallfahrt des KDFB in Frankfurt. Offenheit gegenüber anderen Religionen und Kulturen, Meinungsfreiheit, Solidarität und Menschenwürde kennzeichnen demokratisches Zusammenleben und gerechte Lebensbedingungen, die laut KDFB unerlässlich sind zur Sicherung des Friedens. Flachsbarth erinnerte daran, dass vor 100 Jahren, mitten im Ersten Weltkrieg, KDFB-Präsidentin Hedwig Dransfeld den Bau der Frauenfriedenskirche initiierte, um ein Mahnmal für den Frieden zu schaffen.

Prof. Dr. Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, rief im Gottesdienst der Frauenfriedenswallfahrt dazu auf, das Engagement für Frieden öffentlich zu machen, auf die Straße zu gehen und nicht hinter Kirchenmauern zu bleiben. Gerade in der aktuellen nicht-friedlichen Zeit seien mutige Frauen gefragt, die lautstark die Logik des Krieges anprangern, leidenschaftlich für Frieden eintreten und sich nicht beirren lassen, wenn sie zur Seite gedrängt und belacht werden, so Käßmann.
Außerdem stellte sie fest, dass Frauen über konfessionelle und nationale Grenzen hinweg Schwestern im Glauben durch die Taufe sind und dass vor allem von ihnen ökumenische Lernprozesse ausgehen. Unabhängig vom Reformationsjubiläum sei es wichtig, nicht auf Unterschiede fixiert zu sein, sondern Vielfalt zu feiern und Gemeinsames in den Vordergrund zu stellen.

Die Frauenfriedenskirche wurde 1929 dank unzähliger Spenden seitens des KDFB und anderer katholischer Frauenorganisationen errichtet. Als Friedensdenkmal wird sie nun saniert und ist dabei wiederum auf Spenden angewiesen.

KDFB unterstützt Woche für das Leben

Köln, 27.04.2017 - Unter dem Motto "Kinderwunsch - Wunschkind - Designerbaby" veranstalten die evangelische und katholische Kirche vom 29.04. - 06.05.2017 die Woche für das Leben. Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) unterstützt diese ökumenische Initiative, die sich für Schutz und Würde des Menschen vom Lebensanfang bis zum Lebensende einsetzt.

"Der Wunsch nach einem Kind ist zutiefst menschlich, bildet er doch für viele Frauen und Männer die Basis zur Gründung einer Familie. Doch nicht immer wird ein Kinderwunsch wahr, weder auf natürlichem noch auf künstlichem Weg. So schmerzhaft diese Erfahrung auch ist: es gibt kein Recht auf ein Kind und auch nicht auf ein gesundes Kind", erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. Die Reproduktionsmedizin hält zwar Möglichkeiten zur Elternschaft und zur frühzeitigen Gesundheitskontrolle bereit, ist jedoch kein Garant zur Erfüllung eines ganz bestimmten Kinderwunsches.

Angesichts steigender Zahlen künstlich gezeugter Kinder und verschiedener Angebote einer technisierten Fortpflanzung plädiert der KDFB aufgrund seiner christlichen Prägung für eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit ethischen Aspekten. "Wir sollten stärker als bisher darüber diskutieren, welche Handlungen den Eingriff in natürliche Prozesse geschlechtlicher Fortpflanzung rechtfertigen, wie mit "überzähligen" Embryonen, die ja menschliches Leben in frühester Form sind, umzugehen ist oder welche Maßnahmen einen Verstoß gegen die Menschenwürde darstellen", so Maria Flachsbarth.

Ebenfalls hält der KDFB ein Nachdenken über Auswirkungen gelungener reproduktionsmedizinischer Maßnahmen auf Muttersein, Elternschaft und Familienleben für notwendig. "Mit der Kinderwunschbehandlung verbundene Konflikte, Ängste, Schuldgefühle oder die Scham der Eltern können Partnerschaft und Familienleben ebenso belasten wie die Ausbildung der Identität des betroffenen Kindes oder der Zeitpunkt zur Aufklärung über seine genetische Familie", stellt KDFB-Präsidentin Flachsbarth fest. Ein Kind hat das Recht auf Kenntnis seiner Abstammung, eine späte Aufdeckung oder das Verschweigen der Zeugungsgeschichte können zu schweren Identitätskrisen und Vertrauenbrüchen führen, die das Zusammenleben erschweren. Psychosoziale Beratungsangebote, auch seitens der Kirchen, sind in solch schwierigen Situationen eine wertvolle Hilfe.

Kämpferin, Sozialpolitikerin, Frauenbundfrau - KDFB erinnert an Elisabeth Gnauck-Kühne

Köln, 10.04.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) erinnert an den 100. Todestag von Elisabeth Gnauck-Kühne (1950 - 1917) am 12.4.2017. Sie gilt als Mitbegründerin des Frauenbundes und prägte den Verband maßgeblich hinsichtlich seiner frauen- und sozialpolitischen Arbeit.

Elisabeth Gnauck-Kühne konvertierte 1900 vom evanglischen zum katholischen Glauben, engagierte sich in der katholischen Frauenbewegung und gehörte zum Kreis jener Frauen, die 1903 den Katholischen Frauenbund gründeten. Zuvor hatte sie den Evangelischen Frauenbund mit ins Leben gerufen und sich als Kämpferin für die politische Schulung von Frauen und die Durchsetzung ihrer Gleichberechtigung in Staat und Gesellschaft einen Namen gemacht.

"Mit Elisabeth Gnauck-Kühne haben wir eine Sozialpolitikerin der ersten Stunde in unseren Reihen, auch wenn sie nie ein Vorstandsamt im Frauenbund wahrnahm", erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. Nach der Verbandsgründung 1903 hielt sie Vorträge und Seminare zu sozialpolitischen Fragen und schrieb dazu etliche Artikel in der Verbandszeitschrift "Christliche Frau". Ihre wissenschaftlichen und praktischen Arbeiten zum Universitätsstudium der Frau, zu Arbeits- und Lebensverhältnissen der Arbeiterinnen, zur Bedeutung der Erwerbstätigkeit für Frauen und zur Emanzipation der Frau bestimmten die Arbeitsprogramme der ersten Zweigvereine im KDFB.

Der KDFB würdigt das ausgesprochen offensive Engagement von Elisabeth Gnauck-Kühne für die soziale Lage der Frau, für ihr Recht auf Arbeit und Bildung sowie für die Gleichwertigkeit der Geschlechter als wegweisend für seine gesellschaftspolitische Arbeit. Ebenso anerkennenswert ist ihr ökumenisches Engagement. "Als Katholikin hielt sie weiterhin Kontakt mit der evangelischen Frauenbewegung, was zur damaligen Zeit mit Blick auf die Konfessionen ungewöhnlich war. Evangelische und katholische Ansichten flossen in ihrem Denken und Handeln zusammen, so dass sie durchaus als eine Wegbereiterin der Ökumene anzusehen ist", so KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Diakonat der Frau ist zeitgemäß - KDFB dankt Bischof Fürst für seine klaren Worte

Köln, 31.03.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) dankt Bischof Gebhard Fürst für seine Äußerungen zum möglichen Amt der Diakonin im Rahmen einer Festveranstaltung anlässlich des 100-jährigen Bestehens des KDFB im Bistum Rottenburg-Stuttgart.

"Wir freuen uns über die öffentliche Zusage von Bischof Fürst, das sakramentale Amt der Diakonin sei ein "Zeichen der Zeit". Indem er den Dienst der Diakonin für bedeutsam hält und ihm sogar den Vorrang vor verheirateten Priestern gibt, stellt er sich an die Seite jener Frauen, die sich seit vielen Jahren für den sakramentalen Diakonat der Frau einsetzen", erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth, die an einer Podiumsdiskussion zur Jubiläumsveranstaltung am 26.03.2017 in Stuttgart teilnahm.

Der Diakonat der Frau ist nach KDFB-Meinung Ausdruck für die Gleichrangigkeit und Gleichwertigkeit von Frauen und Männern beim Dienst in der Nachfolge Jesu. Die Einbeziehung von Frauen in alle kirchlichen und diakonischen Strukturen sieht der Frauenbund als sinnvolles und notwendiges Zeichen einer glaubwürdigen Kirche. "Frauen sind nicht nur zur Diakonie, sondern auch zum Diakonat berufen - jenem Amt, in dem sichtbar wird, dass diakonisches Wirken ins Herz der Kirche gehört", stellt KDFB-Präsidentin Flachsbarth fest. Positives Beispiel ist für sie die am Sonntag in der kongolesischen Provinz Katanga vorgenommene erste Diakoninnenweihe in der stark wachsenden orthodoxen Kirche Afrikas.

Gerade zum bevorstehenden "Tag der Diakonin" am 29. April, den der KDFB in Kooperation mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und dem Netzwerk Diakonat der Frau mit einer zentralen Veranstaltung in Stuttgart-Hohenheim gestaltet, ermutigt die Aussage von Bischof Fürst zur Fortsetzung des engagierten Einsatzes für den Diakonat der Frau. "Darüber hinaus denken wir gerne mit allen Bischöfen über Chance und Lebbarkeit des sakramentalen Frauendiakonats nach. Die "Zeichen der Zeit", die auch im gemeinsamen Wort der deutschen Bischöfe "zu Fragen der Stellung der Frau in Kirche und Gemeinschaft " 1981 benannt sind, sind aktueller denn je und fordern zum Handeln im Hier und Jetzt auf", stellt Maria Flachsbarth fest.

Entgelttransparenzgesetz: Hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit

Köln, 31.03.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) begrüßt den gestrigen Beschluss des Deutschen Bundestages zum Entgelttransparenzgesetz als notwendigen Schritt für Lohngleichheit und Geschlechtergerechtigkeit von Frauen und Männern.

"Es ist gut, dass das Entgelttransparenzgesetz die Weichen für faire Arbeitsbedingungen stellt. Gleiche Arbeit muss gleich entlohnt sein - egal, ob ein Mann oder eine Frau sie ausübt. Klare Gehaltsstrukturen verbessern die Rahmenbedingungen zur Schließung der Lohnlücke und zur Förderung von Entgeltgleichheit und Geschlechtergerechtigkeit", erklärt Dr. Maria Flachsbarth, KDFB-Präsidentin. Der Frauenbund setzt sich schon lange für eine Gleichbehandlung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt ein.

Besonders für Frauen ist eine gerechte Entlohnung wichtig, denn sie sichert nicht nur das Leben der Frau und ihrer Familie, sondern ist unwillkürlich mit der Alterssicherung verbunden. "Aus einer Lohnlücke wird eine Rentenlücke, die das Risiko der Altersarmut erhöht. Dem muss entschieden entgegengewirkt werden - seitens der Politik und der Unternehmen", so Flachsbarth. Sie betont, dass der Frauenbund aufmerksam die Umsetzung des Gesetzes verfolgen wird und sich weiterhin dafür einsetzt, dass Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts bald der Vergangenheit angehört, da sie mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist.

Verantwortung für Demokratie übernehmen

Köln, 27.03.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) betont in einem Aufruf zur Bundestagswahl seine  Verantwortlichkeit zur Stärkung der Demokratie. "Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde sind zentrale Werte und bilden die Basis für demokratisches und friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Sie müssen gestärkt und geschützt werden", erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth.

Mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl sprachen sich die Mitglieder des KDFB-Bundesausschusses bei ihrer Sitzung am vergangenen Wochenende in München einstimmig dafür aus, Zivilcourage zu zeigen und sich für die Stärkung und den Ausbau der Demokratie einzusetzen. "Es ist an der Zeit, gerade jetzt öffentlich Haltung gegen rhetorische Aufrüstung und populistische Tendenzen zu beziehen sowie gegen soziale Ausgrenzung und Rassismus aufzustehen. Die eigene Meinung, Mut und Standfestigkeit sind gefordert, wenn wir uns geschlechter-, generationen- und kulturenübergreifend für Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde in Politik, Gesellschaft und Kirche einsetzen", stellt KDFB-Präsidentin Flachsbarth fest.

Außerdem befassten sich die KDFB-Verantwortlichen mit dem Ausbau eigenständiger Rentenansprüche von Frauen unterschiedlicher Jahrgänge. Gefordert wird u. a. die Umsetzung der bereits 2013 im Koalitionsvertrag vereinbarten Reform des Teilzeit- und Befristungsgesetzes mit einem Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit. "Auf diese Weise kann der berufliche Wiedereinstieg für die heute zwischen 40- und 55-jährigen Frauen nach Phasen verstärkter Sorgearbeit oder ehrenamtlichen Engagements deutlich verbessert werden", so Flachsbarth.

Hinsichtlich der Benennung eines Gebäudes des Deutschen Bundestages votierte der KDFB-Bundesausschuss dafür, dem Bundestagspräsidenten als Namensgeberin Helene Weber (1881 - 1962) vorzuschlagen. Sie setzte sich schon vor 1919 für das Frauenstimmrecht ein, hob zwei deutsche Demokratien mit aus der Taufe, war mit Leib und Seele Sozialpolitikerin und gilt als eine der "Mütter" des Grundgesetzes. Als langjähriges Mitglied im KDFB-Bundesvorstand prägte Helene Weber den KDFB maßgeblich durch ihr starkes sozial- und frauenpolitisches Engagement. Stets machte sie deutlich, dass eine funktionierende Demokratie nur mit der Teilhabe von Frauen existieren kann.

KDFB-Spendenaktion für UN WOMEN-Flüchtlingsprojekt

Köln/Bonn, 27.03.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) unterstützt die UN-Frauenrechtsorganisation UN Women und UN Women Nationales Komitee Deutschland e. V. mit einer Geldspende zugunsten des Flüchtlingslagers Za'atari in Jordanien. Es bietet rund 80.000 syrischen Geflüchteten eine Heimat; 80 Prozent von ihnen sind Frauen und Mädchen.

Bundesweit beteiligten sich Frauenbundfrauen an der Spendenaktion der KDFB-Mitgliederzeitschrift "Engagiert - Die Christliche Frau" zur Unterstützung geflüchteter syrischer Frauen in dem Camp Za'atari. KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth und Sabine Slawik, stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes des KDFB, überreichten im Rahmen des KDFB-Bundesausschusses einen Spendenscheck in Höhe von 87.659,50 Euro an Karin Nordmeyer, Vorsitzende von UN Women Nationales Komitee Deutschland. Der KDFB ist Mitglied des Deutschen Komitees.

"Nächstenliebe und Solidarität hängen für den Frauenbund unmittelbar mit dem Engagement für eine friedliche und gerechte Welt zusammen. Das Schicksal Geflüchteter, besonders das von Frauen und Kindern, berührt uns und ruft zum Handeln auf. Die geflüchteten Frauen und Mädchen in dem Camp Za'atari benötigen vielfältige Unterstützung, damit sie Strategien für eine eigenständige Existenz und eine bessere Zukunft, möglichst in ihrer Heimat Syrien, entwickeln können", erklärt KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Karin Nordmeyer, Vorsitzende der Frauenrechtsorganisation UN Women in Deutschland dankte dem Frauenbund ausdrücklich für sein Engagement und die großzügige Spende, da das Projekt Za'atari ausschließlich über Spendengelder finanziert wird. "Die 'Oasen' bzw. 'Sicheren Orte' bieten syrischen Frauen in dem jordanischen Flüchtlingscamp Za'atari Schutz vor Gewalt, Bildungs- und Ausbildungsprogramme an. Die "work für cash"-Programme bieten ihnen zudem Kinderbetreuung an, während sie arbeiten und lernen. Die Nachfrage ist enorm und bislang konnten längst nicht alle Frauen in die Programme aufgenommen werden. Bildung und die Möglichkeit, ein eigenes Einkommen zu erarbeiten, bedeutet für diese Frauen, für sich und ihre Kinder zusätzliche Nahrungsmittel kaufen zu können und sich ihre Menschenwürde zu erhalten. UN Women unterstützt Frauen darin, ihre Rechte kennenzulernen und sich an Entscheidungsprozessen in den zwei Komitees des Camps zu beteiligen, um ihre Bedürfnisse durchzusetzen.", so Karin Nordmeyer.

Für beide Frauenorganisationen hat die Existenzsicherung, Bildung und Gleichberechtigung von Frauen sowie Gewaltfreiheit eine hohe Priorität. Dies gilt besonders für allein reisende und traumatisierte geflüchtete Frauen. "Wir halten es für dringend erforderlich, dass sowohl die deutsche als auch die internationale Entwicklungszusammenarbeit die besondere Schutzbedürftigkeit von Frauen und ihre Rolle stärker in den Blick nimmt. Da es häufig Frauen sind, die das Leben ihrer Familie sichern, brauchen sie jede Unterstützung für ein zukunftsfähiges und friedliches Leben", so Karin Nordmeyer und Maria Flachsbarth.

KDFB zum Equal Pay Day: "Lohnlücken schließen - Entgeltgleichheit herstellen!"

Köln, 16.3.2017 - Der diesjährige Equal Pay Day (EPD) wird am 18. März zum zehnten Mal in Deutschland begangen. Als "Tag für gleiche Bezahlung" weist er auf die Lohnlücke hin, die zwischen dem durchschnittlichen Einkommen von Frauen und Männern für gleiche Tätigkeiten besteht. Laut Statistischem Bundesamt beträgt sie aktuell 21%. "Geschlechterbezogene Lohnlücken sind diskriminierend und müssen geschlossen werden", erklärt Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e. V. (KDFB).

Nach Meinung des KDFB ist eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen auf Basis einer gerecht entlohnten Berufstätigkeit fundamental wichtig für Lebensgestaltung und Alterssicherung. "Die Arbeit von Frauen ist genauso wertvoll wie die Arbeit von Männern. Deshalb muss gleichwertige Arbeit auch gleich entlohnt werden, und zwar unabhängig vom Geschlecht", fordert KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Neben gerechter Bezahlung und transparenten Gehältern hält der KDFB einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit für ein zentrales Instrument zur Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit sowie der partnerschaftlichen Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit zwischen Frauen und Männern. "Teilzeitarbeit darf nicht länger zu herben Karriereenden in den Berufsbiographien von Frauen und Männern führen. Es sind Arbeitsmodelle nötig, die es erlauben, berufliche Tätigkeit mit Phasen stärkerer familienbedingter Sorgearbeit oder ehrenamtlichem Engagement zu vereinbaren. Ändert sich die Lebensphase, muss es möglich sein, wieder zum früheren Beschäftigungsvolumen zurückzukehren", stellt Maria Flachsbarth fest. Politik, Wirtschaft und Tarifpartner seien aufgerufen, sich für eine zukunftsfähige Arbeits- und Lebensgestaltung einzusetzen, so die KDFB-Präsidentin.

Am 18. März beteiligt sich der Frauenbund in Berlin an dem Equal Pay Day- Kongress "Endlich partnerschaftlich durchstarten". Dort werden in Vorträgen und Arbeitsgruppen umsetzbare Schritte zur Schließung der Lohnlücke thematisiert. Verantstalter ist das Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW), das 2008 erstmals den Equal Pay Day in Deutschland initiierte. Weitere Informationen unter www.equalpayday.de.

 

KDFB zum Internationalen Frauentag: Frauen stärken - Gesellschaft stärken

Trier, Koblenz, Saarbrücken, 02.03.2017 - Am 8. März findet der Internationale Frauentag statt. Der Katholische Deutsche Frauenbund im Bistum Trier erinnert an diesem Tag daran, dass Frauen in vielen Bereichen in Deutschland sowie weltweit aufgrund mangelnder Gleichberechtigung und Wertschätzung benachteiligt sind.

Der Internationale Frauentag will die Augen öffnen für ein gerechtes und gleichberechtigtes Miteinander der Geschlechter, für eine Stärkung der Frauenrechte weltweit und für solidarisches Handeln. Alle Formen von Diskriminierung und Gewalt, die Frauen aufgrund ihres Geschlechtes erfahren, müssen beendet werden. Dies gilt besonders für geflüchtete Frauen, die in einem fremden Kulturkreis neue Zukunftsperspektiven suchen.
"Geflüchtete Frauen sind besonders schutzbedürftig; neben entsprechenden räumlichen Gegebenheiten in Flüchtlingsunterkünften ist es wichtig, dass sie in verständlicher Sprache Informationen über ihre Rechte erhalten. Ebenso muss ihnen von Anfang an mitgeteilt werden, an welche Personen und Beratungsstellen sie sich im Bedarfsfall wenden können", erklärt KDFB-Diözesanvorsitzende Beate Born.

Frauenbundfrauen engagieren sich in mehreren Orten in unserem Bistum in der Flüchtlingsarbeit und helfen insbesondere geflüchteten Frauen in Deutschland anzukommen. Sie organisieren niedrigschwellige Angebote wie Kaffee-Nachmittage oder gemeinsames Kochen am Abend.

Damit darüber hinaus Integration gelingen kann, ist der Erwerb der deutschen Sprache unbedingt erforderlich. Dafür müssen Frauen dieselben Teilnahmemöglichkeiten erhalten wie Männer. Gerade für Frauen sind Bildung, Sprache und der Zugang zum Arbeitsmarkt der Schlüssel zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Es muss gewährleistet werden, dass Flüchtlingsfrauen unabhängig von ihrer familiären Situation an Deutschkursen teilnehmen können. Ebenso muss ihnen vermittelt werden, dass die Gleichberechtigung von Frau und Mann zur Werteordnung in Deutschland dazugehört.
"Gleichberechtigung muss ohne Wenn und Aber erfolgen. Wer Frauen stärkt, stärkt die Gesellschaft. Deshalb müssen bürokratische Hürden, die den Zugang von Fauen zum Arbeitsmarkt erschweren bzw. verhindern, verringert werden", fordert KDFB-Diözesanvorsitzende Born. Dies gelte besonders auch für geflüchtete Frauen.

KDFB begrüßt die klaren Empfehlungen der Sachverständigenkommission zum 2. Gleichstellungsbericht

Köln, 8.3.2017 - "Erwerbs- und Sorgearbeit zusammendenken! Das ist die zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe, um Frauen und Männern gleiche Verwirklichungschancen im Lebenslauf zu ermöglichen", stellt Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e. V. (KDFB), anlässlich der gestrigen Veröffentlichung des Gutachtens der Sachverständigenkommission für den Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung "Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu gestalten ", fest.

"Der KDFB setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer in den verschiedenen Phasen ihres Lebens gleiche Chancen haben, Sorge- und Erwerbsarbeit diskriminierungsfrei und ohne ein erhöhtes Altersarmutsrisiko leben zu können", so KDFB-Präsidentin Flachsbarth. "Wir unterstützen daher das im Gutachten vorgestellte "Erwerbs- und Sorgemodell" in vollem Maße. Auch das innovative Konzept zur Aufwertung der Sorgearbeit (SAHGE = Soziale Arbeit, Haushaltsnahe Dienstleistungen, Gesundheit und Pflege, Erziehung) bewerten wir positiv", macht Flachsbarth deutlich.

Im Gutachten wird laut KDFB zu Recht die Bedeutung von Gleichstellungspolitik für die Gesundheit von Frauen, Männern und ihren Familien benannt. "Die häufige Überforderung von Müttern und Vätern, von Partnerinnen und Partnern bei der Aufteilung von Berufs- und Familienwelten sowie ehrenamtlichem Engagement ist alarmierend. Die Problemfelder dürfen nicht allein der Bewältigung im Privaten überlassen werden", stellt die KDFB-Präsidentin fest.

Der KDFB wird die weitere Umsetzung der Handlungsempfehlungen konstruktiv begleiten. "Mittlerweile stehen ausreichend Indikatoren zur Verfügung, etwa zur Entgeltgleichheit oder zur Verteilung von unbezahlter Sorgearbeit, mit denen der Grad der erreichten Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in unserer Gesellschaft und im europäischen Vergleich ermittelt werden kann. Daran müssen sich Politik, Unternehmen und die Sozialpartner messen lassen", so Maria Flachsbarth.

KDFB: Entgelttransparenzgesetz ist wichtiger Schritt für Lohngleichheit

Köln, 7.3.2017 - "Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) begrüßt uneingeschränkt das Ziel des Entgelttransparenzgesetzes, mehr Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern zu schaffen", erklärt Monika Arzberger, Vorsitzende der Gesellschaftpolitischen Kommission des KDFB. Sie nahm als Sachverständige des KDFB an der gestrigen öffentlichen Anhörung des Familienausschusses im Deutschen Bundestag zum Thema Entgeltgleichheit teil.

Positiv ist nach Auffassung des KDFB, dass der Gesetzentwurf differenziert "gleiche und gleichwertige Arbeit" in den Blick nimmt. Damit wird eine langjährige Forderung von frauen- und gleichstellungspolitischen Verbänden, auch des KDFB, endlich umgesetzt. "Das geplante Gesetz bedeutet einen ersten zentralen Schritt auf dem Weg zu tatsächlicher Lohngleichheit. Es stärkt die gleichen Verwirklichungschancen für Frauen und Männer auf  dem Arbeitsmarkt", stellt Monika Arzberger fest.

Der KDFB begrüßt das im Gesetzentwurf beschriebene Verfahren des individuellen Auskunftsrechtes für Mitarbeitende sowie die verpflichtende Angabe von Unternehmensseite zu Vergleichstätigkeit und Vergleichsentgelt. "In Deutschland arbeiten über 60% der Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen (bis 249 Mitarbeitende). Wir halten es daher für unabdingbar, dass mittelfristig auch Betriebe mit weniger als 200 Mitarbeitenden Auskünfte über alle Enteltbestandteile geben müssen und berichtspflichtig sind", erklärt Arzberger.

Auch plädiert der KDFB dafür, im Rahmen der vorgesehenen Evaluation die tatsächliche Umsetzung der betrieblichen Prüfverfahren zur Herstellung von Entgeltgleichheit genau zu prüfen. "Nach Ansicht des KDFB", so macht Monika Arzberger deutlich, "muss der Gesetzgeber die Möglichkeit haben, Prüfverfahren einzufordern, wenn Freiwilligkeit nicht greift."

Frauenverbände fordern Integration durch Bildung und Begegnung - Angebote für geflüchtete Frauen bisher unzureichend

Freiburg/Köln, 6. März 2017. Mehr als ein Drittel aller in Deutschland gestellten Asylanträge, nämlich 247.000, kamen 2016 von Frauen und Mädchen. Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März kritisieren IN VIA Deutschland und der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB), dass weibliche Geflüchtete in der öffentlichen Diskussion kaum wahrgenommen werden. Beide Verbände fordern daher, die Bedarfe dieser Gruppe ernst zu nehmen und flächendeckend gezielte Integrationsangebote bereit zu stellen.

Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) weisen die nach Deutschland geflüchteten Frauen einen deutlich geringeren schulischen und beruflichen Bildungsstand auf als die Männer. Damit ihre Integration in die Gesellschaft gelingen kann, muss ihnen zeitnah nach ihrer Ankunft der Zugang zu Sprachkursen, Bildung, Ausbildung und Erwerbstätigkeit ermöglicht sowie Orte der Begegnung mit einheimischen Frauen geschaffen werden. Jungen Frauen müssen prioritär Wege in eine Berufsausbildung geebnet werden. "Jede hier vertane Unterstützung rächt sich in der Zukunft. Es ist notwendig, gesetzliche Hürden weiter abzubauen, etwa schnellere Zugänge in berufsfördernde Angebote des Sozialgesetzbuch III, die Asylsuchenden aktuell erst nach 15 Monaten gewährt werden", kritisiert Irme Stetter-Karp, Vorsitzende von IN VIA Deutschland. Auch Angebote wie die Teilzeitberufsausbildung oder die assistierte Ausbildung müssen für Geflüchtete geöffnet und zudem ausgebaut werden.

Geflüchtete Frauen wünschen für sich und ihre Familien ein auskömmliches Leben in Frieden und Sicherheit. Unabhängig von ihrer Herkunft brauchen sie weiterführende Bildungsangebote und selbstbestimmte Lebensperspektiven. KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth betont: "Eine eigenständige Existenzsicherung ist grundlegend für demokratisches und gleichgestelltes Miteinander von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft. Am Internationalen Frauentag appellieren wir daher nachdrücklich an politisch Verantwortliche, sich offensiv für bessere Lebensbedinungen geflüchteter Frauen einzusetzen und deren Integration zu fördern."

Auch die Informationsweitergabe zu Grundlagen eines friedlichen Zusammenlebens, der Demokratie und der Rechteordnung halten die Frauenverbände für notwendig. "Das Wissen um unser Wertesystem, in dem die Gleichberechtigung von Frau und Mann festgechrieben ist, bedeutet für geflüchtete Frauen neben Schutz und Sicherheit auch eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben", stellen Irme Stetter-Karp und Maria Flachsbarth fest. Die Achtung iher Würde und Rechte sowie die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung und Gewalt müsse unverzichtbarer Inhalt der Wertevermittlung in allen integrativen Maßnahmen sein.

5 Jahre Solibrot-Aktion von KDFB und MISEREOR

Köln/Aachen, 28.02.2017 - Nach wie vor passt das Motto "Solibrot schmeckt gut und tut gut!": Bereits zum 5. Mal starten der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) und das katholische Werk der Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR am morgigen Aschermittwoch die gemeinsame Solibrot-Aktion. Erneut beteiligen sich zahlreiche KDFB-Gruppen und Bäckereien an der Solidaritäts-Aktion.

KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth und MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel stellen zum Auftakt der Solibrot-Aktion 2017 fest: "Aus Überzeugung und Solidarität setzen wir uns erneut gemeinsam für gerechtere Lebensbedingungen in den Ländern des Südens ein. Brot ist mehr als ein Nahrungsmittel: es ist Not-Wender und Ausdruck von Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Frieden. Wir wollen mitverantwortlich sein für eine lebenswerte Welt, wollen Horizonte erweitern, Menschen stärken und neue Zukunftsperspektiven ermöglichen."

Für Flachsbarth und Spiegel ist das bisherige Spendenaufkommen der vorausgegangenen vier Solibrot-Aktionen mit über 260.000 Euro ein überwältigendes Ergebnis und zugleich Ansporn für die Fortsetzung der bundesweiten Kooperation. "Der KDFB freut sich, wenn auch die 5. Solibrot-Aktion große Zustimmung findet", so KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Während der Fastenzeit (1. März - 15. April 2017) bieten KDFB-Gruppen und Bäckereien ein sog. "Solibrot" mit einem Benefizanteil von 50 Cent an. Mit dieser Spende werden ausgewählte MISEREOR-Projekte in Kenia, Mali, Haiti, Madagaskar und Indien sowie im diesjährigen Partnerland Burkina Faso gefördert. Unterstützt werden besonders Projekte von und für Frauen und ihre Familien. Mehr dazu unter www.frauenbund.de und www.misereor.de. Die diesjährige MISEREOR-Fastenaktion steht unter dem Motto "Die Welt ist voller guter Ideen. Lasst sie wachsen!"

KDFB lobt 5. Ökumenischen Frauenpredigtpreis aus

16.02.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) lobt zum fünften Mal gemeinsam mit dem Deutschen Evangelischen Frauenbund (DEF) den Ökumenischen Frauenpredigtpreis aus. Das Motto lautet: "Eins sein in Christus" und bezieht sich auf den Bibeltext Galater 3,26-28. Schirmfrau der Aktion ist Annette Schavan, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl.

Mit Blick auf das vielfältige und langjährige ökumenische Engagement des Katholischen Deutschen Frauenbundes stellt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth fest: "Besonders im Jubiläumsjahr der Reformation möchten wir das, was uns in unserem gemeinsamen Glauben eint und trägt, in Worte fassen. Als Glaubenszeuginnen verstehen wir die Verheißung des Galater-Briefes - dass es nicht mehr Juden und Griechen, Sklaven und Freie, Mann und Frau gibt, sondern alle "einer in Christus sind - als Auftrag, sich selbstbewusst und in Freiheit für gleiche Rechte in Gesellschaft, Kirche und Welt einzusetzen und zu ihrer Verwirklichung aktiv beizutragen."

Die Auslobung des Ökumenischen Frauenpredigtpreises kann in seiner Absicht laut Dorothee Sandherr-Klemp, Geistliche Beirätin des KDFB, als Teil einer der Hauptaufgaben verstanden werden, die das Zweite Vatikanische Konzil für katholische Gläubige formulierte: "Wir sind gerufen, sichtbare Schritte zur Einheit aller Christen zu unternehmen, denn die Einheit ist ja in der Taufe und im Wesen der Kirche grundgelegt. Im ökumenischen Sinne ermutigen wir daher Frauen, gemeinsam Wege der Gerechtigkeit und der Einheit zu suchen, zu gehen und dies auf ihre Weise zu verkünden."

Evanglische und katholische Frauen, die sich mit dem Bibeltext Galater 3,26-28 bereits befasst haben oder dies noch tun werden, können sich mit einer Predigt, einer Ansprache oder einer Andacht zum Motto "Eins sein in Christus" bis zum 30. Mai bewerben. Der Beitrag soll frauenorientiert und ökumenisch ausgerichtet sein. Beteiligen können sich auch Frauen, die nicht Mitglied in einem der beiden Frauenverbände sind. Bewerbungsunterlagen und Kriterien für den Wettbewerb befinden sich auf der Internetseite des KDFB: www.frauenbund.de.

KDFB lobt 5. Ökumenischen Frauenpredigtpreis aus

16.02.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) lobt zum fünften Mal gemeinsam mit dem Deutschen Evangelischen Frauenbund (DEF) den Ökumenischen Frauenpredigtpreis aus. Das Motto lautet: "Eins sein in Christus" und bezieht sich auf den Bibeltext Galater 3,26-28. Schirmfrau der Aktion ist Annette Schavan, Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl.

Mit Blick auf das vielfältige und langjährige ökumenische Engagement des Katholischen Deutschen Frauenbundes stellt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth fest: "Besonders im Jubiläumsjahr der Reformation möchten wir das, was uns in unserem gemeinsamen Glauben eint und trägt, in Worte fassen. Als Glaubenszeuginnen verstehen wir die Verheißung des Galater-Briefes - dass es nicht mehr Juden und Griechen, Sklaven und Freie, Mann und Frau gibt, sondern alle "einer in Christus sind - als Auftrag, sich selbstbewusst und in Freiheit für gleiche Rechte in Gesellschaft, Kirche und Welt einzusetzen und zu ihrer Verwirklichung aktiv beizutragen."

Die Auslobung des Ökumenischen Frauenpredigtpreises kann in seiner Absicht laut Dorothee Sandherr-Klemp, Geistliche Beirätin des KDFB, als Teil einer der Hauptaufgaben verstanden werden, die das Zweite Vatikanische Konzil für katholische Gläubige formulierte: "Wir sind gerufen, sichtbare Schritte zur Einheit aller Christen zu unternehmen, denn die Einheit ist ja in der Taufe und im Wesen der Kirche grundgelegt. Im ökumenischen Sinne ermutigen wir daher Frauen, gemeinsam Wege der Gerechtigkeit und der Einheit zu suchen, zu gehen und dies auf ihre Weise zu verkünden."

Evanglische und katholische Frauen, die sich mit dem Bibeltext Galater 3,26-28 bereits befasst haben oder dies noch tun werden, können sich mit einer Predigt, einer Ansprache oder einer Andacht zum Motto "Eins sein in Christus" bis zum 30. Mai bewerben. Der Beitrag soll frauenorientiert und ökumenisch ausgerichtet sein. Beteiligen können sich auch Frauen, die nicht Mitglied in einem der beiden Frauenverbände sind. Bewerbungsunterlagen und Kriterien für den Wettbewerb befinden sich auf der Internetseite des KDFB: www.frauenbund.de.

"Das Wort der Bischöfe macht Mut" - KDFB zur erneuerten Ehe- und Familenpastoral

Köln, 02.02.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) begrüßt das Wort der deutschen Bischöfe zu einer erneuerten Ehe- und Familienpastoral ausdrücklich und dankt den Bischöfen für die intensiven Beratungen, die aufgrund des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris laetitia stattfanden.

"Wir freuen uns über die Aussagen der Bischöfe, ganz besonders über die Perspektiven im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen. Sie sind ein Meilenstein für die Neuausrichtung der Ehe- und Familienpastoral und machen Jenen Mut, die nach einer gescheiterten Ehe ihren Platz in der Kirche und der Gemeinschaft der Glaubenden neu finden möchten", erklärt Dr. Maria Flachsbarth, Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e. V. (KDFB) und dankt den Bischöfen für dieses zukunftsweisende Wort.

Mit Blick auf die begleitende Seelsorge wünscht sich der KDFB eine enge Orientierung an der Lebens- und Glaubenssituation der betroffenen Frauen und Männer. Ziel müsse bei aller Unterschiedlichkeit sein, den Weg für den Empfang der Sakramente der Versöhnung und der Eucharistie so zu ebnen, dass wiederverheiratete Geschiedene gestärkt und versöhnt eine bewusste Entscheidung für die Teilhabe am kirchlichen Leben treffen können, so Flachbarth.

Das Dokument Amoris laetitia, das Papst Franziskus im April 2016 veröffentlichte, würdigte der KDFB als wesentlichen Beitrag für eine glaubhafte und zukunftsorientierte Ehe- und Familienepastoral und hob den darin erkennbaren hohen Stellenwert von Barmherzigkeit, der Beurteilung des Einzelfalls sowie die Bedeutung des Gewissens hervor.
Auf der Grundlage seines Positionspapiers "Leben in Beziehungen. Verbundenheit und Gebundensein in Ehe, Partnerschaft und Familie" beteiligte sich der KDFB mit Einschätzungen zu ausgewählten Bereichen an der Vorbereitung der Weltbischofssynode 2015.

Katholische Frauenverbände und Flüchtlinge: Ja zu Offenheit und Solidarität, Nein zu rhetorischer Afurüstung und zum Schüren von Ängsten

Klares politisches Bekenntnis beim Präsidientreffen der deutschsprachigen katholischen Frauenverbände in Südtirol

Köln/Nals (Südtirol), 01.02.2017 - Ein klares politisches Bekenntnis zu einem offenen, solidarischen Umgang mit Flüchtlingen haben Vertreterinnen der deutschsprachigen katholischen Frauenverbände bei ihrem Präsidientreffen Ende Januar in Nals, Südtirol, abgegeben. Die Frauen aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz, die insgesamt rund eine Million Mitglieder vertreten, sprachen sich gegen "rhetorische Aufrüstung", gegen "populistische Tendenzen" und das "Schüren von Ängsten" aus: "Wir ermutigen unsere Mitglieder, weiter politische Verantwortung zu übernehmen, Populismus und Angstmacherei entgegenzutreten und zur rhetorischen Abrüstung beizutragen", so die Vertreterinnen der fünf Verbände in einer gemeinsamen Presseerklärung. In allen Frauenverbänden gibt es zahlreiche Initiativen zur Unterstützung und Integration von Flüchtlingen auf unterschiedlichen Ebenen. Für den Katholischen Deutschen Frauenbund e. V. (KDFB) nahmen die Vizepräsidentinnen Christine Boehl und Sabine Slawik am Präsidientreffen teil.

"Die vielen Begegnungsräume, die die Katholische Frauenbewegung Österreichs landesweit geschaffen hat, sind ein politisches Statement", so die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö), Veronika Pernsteiner: "Den Auftrag dazu entnehmen wir dem Evangelium: dort ist eindeutig gesagt, was zu tun ist". Das Jahresmotto der kfbö untermauert den Auftrag zum politischen Handeln: "Weil's gerecht ist, fairändern wir die Welt".

Auch wenn Angela Merkels Motto "Wir schaffen das" an Kraft verloren habe und vielerorts "Ernüchterung" eingetreten sei, bleibe es Anliegen der katholischen Frauenverbände, "Offenheit" zu bewahren und sich "nicht von Ängsten leiten zu lassen", so die in Nals versammelten Frauen. "Es gibt keine Patentrezepte für gelungene Integration", erklärt Simone Curau vom Schweizerischen Katholischen Frauenbund SKF, der auf Bundes-, Kantonal- und Ortsebene aktiv ist und vor allem bei geflüchteten Frauen und Kindern ansetzt. "Wichtig ist es, populistischen Strömungen entgegenzutreten".

"Die starken populistischen Tendenzen, die wir überall erleben, bewegen uns sehr", so Christine Boehl vom Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB), neben der Katolischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) eine der beiden deutschen Vereinigungen katholicher Frauen. "Als katholische, christliche Frauenverbände treten wir dem entgegen", mittels konkreter Hilfe für Schutzsuchende einerseits, klarer öffentlicher Positionierung andererseits: "Wir melden uns zu Wort und prägen den öffentlichen Diskurs mit, im Sinne eines christlichen Menschen- und Weltbildes", so Irene Vieider von der Katholischen Frauenbewegung Südtirols: "Das heißt auch: sich einsetzen für rhetorisches Abrüsten."

 

Aufruf: Kinderarmut bekämpfen - Ausbau Unterhaltsvorschuss jetzt!

Dortmund, 18. Januar 2017 - 20 Verbände und Organisationen gehen heute mit einem Aufruf an die Öffenlichkeit und fordern: "Schluss mit dem Finanzgerangel auf dem Rücken der Kinder!"

Die AGIA (Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehende) unterstützt den angefügten Aufruf zur Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes (UVG) rückwirkend ab 01.01.2017. Der Unterhaltsvorschuss muss unbegrenzt bis zur Volljährigkeit der Kinder gewährt werden.

Die Fakten sind bekannt, die Lösung ist bekannt, es fehlt die Tat: Obwohl der Ausbau des Unterhaltsvorschusses von Familienministerin Schwesig bereits im letzten Jahr auf die Agenda gesetzt und von der Ministerpräsident/innenkonferenz und vom Bundeskabinett beschlossen wurde, scheitert er bislang an Verwaltungsargumenten und Bürokratiebedenken der Städte und Kommunen. Die AGIA erwartet gemeinsam mit allen anderen Unterstützer/innen des Aufrufs von der Arbeitsgruppe aus Länder- und Regierungsvertreter/innen, die diese Woche tagen soll, einen Lösungsvorschlag, der für die Kinder von Alleinerziehenden bessere Perspektiven schafft. Dazu gehört, den Unterhaltsvorschuss weiterhin vorrangig zu gewähren, auch wenn ein Anspruch auf SGB II-Leistungen besteht. Bund und Länder müssen den Kommunen dafür ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Der Unterhaltsvorschuss muss rückwirkend zum Jahresanfang 2017 allen Kindern von Alleinerziehenden zu Gute kommen, die keinen oder keinen ausreichenden Kindesunterhalt vom anderen Elternteil bekommen!

Den Aufruf finden Sie hier.

Als AGIA-Trägerverband ist der KDFB Mitherausgeber des Aufrufs und der Pressemitteilung.

Arbeitszeiten an Lebensphasen anpassen

Köln, 12.01.2017 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) begrüßt die Pläne zur Einführung des Rechtsanspruchs auf befristete Teilzeit als wichtige Stellschraube für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit, Familie und Ehrenamt im Lebensverlauf.

Nach KDFB-Meinung sind Arbeitsmodelle notwenig, die es Frauen (und Männern) ermöglichen, die berufliche Tätigkeit sowohl mit der Übernahme von Sorgearbeit als auch mit ehrenamtlichem Engagement zu vereinbaren. Ein erhöhtes Altersarmutsrisiko muss jedoch ausgeschlossen sein. "Die Weiterentwicklung des Teilzeitrechts ist eine Chance, Arbeitszeiten den Lebensphasen anzupassen. Mit diesem Vorhaben kann die so genannte Teilzeitfalle für Frauen endlich besser geschlossen werden", stellt KDFB-Präsidentin, Dr. Maria Flachsbarth fest.

Bedacht werden muss, so Flachsbarth, dass Arbeitnehmerinnen nicht gegeneinander ausgespielt werden. "Die geplante Regelung, die voraussichtlich zunächst vor allem in von Frauen dominierten Branchen Anwendung finden würde, muss sowohl die Rechte und Interessen der Stelleninhaberin als auch die der Stellenvertretung gleichermaßen berücksichtigen", erklärt KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

In Deutschland arbeiten ca. 10 Millionen Menschen in Teilzeit. Über 80 % von ihnen sind Frauen, die vielfach unfreiwillig oder länger als beabsichtigt in einem solchen Arbeitsverhältnis beschäftigt sind. Das hat gravierende negative Konsequenzen für ihre Karrierechancen, die eigenständige Existenzsicherung sowie eine ausreichende Altersvorsorge. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine zeitliche Begrenzung der Teilzeitarbeit und Rückkehr zur Vollzeitbeschäftigung in Phasen von vermehrter Familien-, Sorge- und Ehrenamtstätigkeit trägt laut KDFB zu einer zukunftsfähigen Arbeits- und Lebensgestaltung von Frauen und Männern bei.

Ehrenamtliches Engagement stärkt und wird gestärkt - KDFB zum Internationalen Tag des Ehrenamtes

Köln, 01.12.2016 - "Ehrenamtliche sind unverzichtbar für das soziale Leben, sie sind Teil einer solidarischen, demokratischen und freiheitlichen Gesellschaft. Deshalb ist ihr Engagement ausdrücklich zu würdigen und verlässlich zu fördern", erklärt Dr. Maria Flachbarth, Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes e. V. (KDFB) zum Internationalen Tag des Ehrenamtes, der seit 30 Jahren am 05. Dezember begangen wird.

Der KDFB versteht sein ehrenamtliches Engagement auch als bürgerschaftliches Engagement, das sich in Gesellschaft und Kirche an einem guten Miteinander der verschiedenen Kulturen, Religionen und Generationen orientiert. "Ehrenamtliches Engegement ist ein großer Schatz für funktionierendes gesellschaftliches Leben. Die Entscheidung des Bundesrates, wonach Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten grundsätzlich nicht als Einkommen anzurechnen sind, begrüßen wir zur Stärkung und Würdigung des Ehrenamtes sehr", stellt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth fest. Es sei gut und für viele Ehrenamtliche eine große Hilfe, dass damit eine Kürzung von vorzeitigen Alters- und Erwerbsminderungsrenten verhindert werde, so Flachsbarth.

Gleichzeitig richtet der KDFB an Arbeitgeber die Bitte, Ehrenamtliche durch Freistellungen für Weiterbildungen während der Arbeitszeit oder durch eine flexible Arbeitszeitgestaltung zu untersützen und ihr soziales Engagement zu fördern. Auf diese Weise könnte auch tagsüber das Ehrenamt ausgeübt werden. Die Vereinbarkeit von Arbeit und Ehrenamt, Familie und Pflege sollte laut KDFB im Einklang stehen und weiterentwickelt werden.

Auf allen Ebenen des KDFB setzen sich Frauen freiwillig für das Gemeinwohl und besonders für Interessen und Rechte von Frauen ein. In ihrer Freizeit qualifizieren sie sich vielfach sehr grundlegend für ihre Tätigkeiten, damit sie sie verantwortungsvoll wahrnehmen können. "Für dieses oft sehr zeitintensive Engegement danke ich allen ehrenamtlich tätigen Frauen im Frauenbund sehr herzlich. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für Zusammenleben und Zusammenhalt, für Gerechtigkeit und Solidarität. Damit prägen und stärken sie unseren Verband sowie Kirche und Gesellschaft", erklärt KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Hass verletzt die Menschenwürde

Köln, 29.11.2016 - Hate Speech in sozialen Netzwerken, die Verrohung von Sprache und politischer Diskussionskultur, Meinungsfreiheit und Gender standen im Mittelpunkt einer Medientagung des Katholischen Deutschen Frauenbundes e. V. (KDFB). Rundfunk- und Medienrätinnen, Vertreterinnen aus Landesfrauenräten und dem KDFB diskutierten mit rbb-Programmdirektorin Dr. Claudia Nothelle über die zunehmende Verrohung in sozialen Netzwerken.

In ihrem Impulsreferat zum Thema "Hate Speech und Gender: Medien setzen Signale" zeigte Dr. Claudia Nothelle, dass Frauen deutlich mehr von Hate Speech betroffen sind als Männer. Sie werden vielfach und meistens anonym von Männern mit einer extrem sexualisierten Sprache, Beschimpfungen und Vergewaltigungsandrohungen konfrontiert, besonders dann, wenn sie zum Beispiel selbstbewusst auftreten, öffentlich eigene Meinungen äußern oder über ein breites Spektrum an Kompetenzen verfügen, auch in gängigen Männerdomänen wie Sport und Technik.

"Es ist erschreckend, mit welcher Aggressivität sich Hasskommentare im Netz ausbreiten. Meinungsfreiheit ist in unserer Gesellschaft ein hohes und schützenswertes Gut, aber sie hat ihre Grenzen, wenn Menschen bedroht, beleidigt und diskriminiert werden", stellen die KDFB-Vizepräsidentinnen Marianne Bäumler und Sabine Slawik fest. Alarmierend sei, dass zunehmend Frauen verbale Gewalt erfahren und Formen von Sexismus ausgesetzt sind, die unter dem Deckmantel "Meinungsfreiheit" stehen und die Menschenwürde missachten.

Die Teilnehmerinnnen der Medienveranstaltung bekräftigen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sei. Sie appellieren an UserInnnen, Hasskommentaren entgegenzutreten und notfalls auch anzuzeigen. Von den Providern erwarten sie en zeitnahes Löschen dieser Kommentare. Das Internet dürfe sich nicht zu einem Medium entwickeln, in dem alles erlaubt sei und in dem Geschlechterbilder installiert und manifestiert würden, die der Gleichberechtigung von Frau und Mann widersprechen.

Rentenkonzept muss Altersarmut von Frauen vorbeugen

Köln, 25.11.2016 - Für den Katholischen Deutschen Frauenbund e. V. (KDFB) gehört eine Verbesserung der Alterssicherung von Frauen zu den vordringlichsten gesellschaftspolitischen Aufgaben. 

Angesichts des heute von Bundesministerin Andrea Nahles vorgestellten Gesamtkonzepts zur Alterssicherung weist der KDFB auf das erhöhte Altersarmutsrisiko von Frauen hin. "Wir brauchen mehr Geschlechtergerechtigkeit in unserem Rentensystem, denn Frauen und Männer haben hier ungleiche Verwirklichungschancen", stellt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth fest. Aus Sicht des Frauenbundes bietet das vorgestellte Rentenkonzept zwar gute Ansätze, das Angewiesensein auf den Bezug von Grundsicherung im Alter für unterschiedliche Zielgruppen zu vermeiden, sie sind aber noch nicht ausreichend. Insbesondere braucht es Nachbesserungen bei der Anerkennung von Sorgearbeiten wie Kindererziehung und Pflege.

"Die Stellschrauben für eine bessere Alterssicherung von Frauen müssen bei ihrer Erwerbstätigkeit sowei bei der geschlechterbezogenen Aufteilung des Arbeitsmarktes ansetzen. Zusätzlich müssen bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Frauen und Männern die Übernahme von Sorgearbeit und familiärer Verantwortung innerhalb und zwischen den Generationen ermöglichen, ohne dass dies - wie bislang - zu einem erhöhten Armutsrisiko führt", erklärt KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Nach wie vor sind die Erwerbsbiographien von Frauen häufig von geringen Entgelten, Teilzeitbeschäftigung sowie familienbedingten Erwerbsunterbrechungen geprägt. Insbesondere alleinerziehenede und alleinlebende Frauen sind von einem erhöhten Altersarmutsrisiko betroffen. Der KDFB tritt daher für den stärkeren Aufbau eigenständiger Rentenansprüche von Frauen ein und appelliert an die politisch Verantwortlichen, Geschlechter- und Generationengerechtigkeit bei der Alterssicherung klar zu definieren und für eine uneingeschränkte Umsetzung Sorge zu tragen.

KDFB fordert: Keine Gewalt gegen Frauen

Köln, 23.11.2016 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) unterstreicht aus Anlass des Internationalen Gedenktags "NEIN zu Gewalt an Frauen" (25. November) seine Forderungen nach Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen. "Gewalt gegen Frauen ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde. Sie ist diskriminierend und verhindert Gleichberechtigung", erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth.

Als gesellschaftspolitisch aktiver Frauenverband setzt sich der KDFB für ein Leben in Freiheit und Frieden sowie für die Stärkung von Frauenrechten ein. "Es ist beschämend und nicht zu tolerieren, dass jede dritte Frau in Deutschland von körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt betroffen ist", stellt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth fest. Der KDFB verurteilt jegliche Gewaltanwendung, da sie gegen das Grundgesetz verstößt. Zum Schutz der betroffenen Frauen fordert der Frauenbund eine Verschärfung des strafrechtlichen Vorgehens gegen Männer, die Frauen als Objekt behandeln und ihnen damit Gleichheit und Würde absprechen.

Gleichzeitig ermuntert der KDFB Frauen aller Generationen und Schichten, mit und ohne Migrationshintergrund, Behinderung und Partner, die von häuslicher Gewalt, sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung oder Zwangsprostitution betroffen sind, sich unter der kostenfreien Rufnummer 08000 116 016 an das bundesweite Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" zu wenden. "Wir möchten Frauen Mut machen, Angst und Scham zu überwinden und ihr Schweigen zu brechen. Wer Hilfe bekommt, kann leichter neue Lebensperspektiven finden", so KDFB-Präsidentin Flachsbarth. Ausdruck der Solidarität mit von Gewalt betroffenen Frauen ist die Unterstützung der Mitmachaktion "Wir brechen das Schweigen" unter www.hilfetelefon.de.

Der KDFB begrüßt, dass auch Cybermobbing als Beratungsangebot des Hilfetelefons genannt ist, da zunehmend mehr Frauen neue Formen von Gewalt durch beleidigende, sexistische oder diskriminierende Kommentare, Bilder und Videos im Internet erleben und darunter massiv leiden. "Es ist dringend notwendig, Frauen im Umgang mit digitaler Schikane, Bedrohungen und Psychoterrror gezielt und umfassend bzgl. rechtlicher Schritte und psychologischer Hilfestellungen zu beraten", so KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Auszeichnung für Annette Schavan - KDFB ehrt seine ehemalige Vizepräsidentin

KDFB ehrt seine ehemalige Vizepräsidentin

Köln, 24.10.2016 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) ehrte im Rahmen seiner Bundesdelegiertenversammlung am vergangenen Wochenende in Bonn seine ehemalige Vizepräsidentin Annette Schavan mit der Lapislazuli-Nadel. Es ist die höchste Auszeichnung des Verbandes für ein prägendes, langjähriges Engagement im KDFB-Bundesverband.

Von 1991 bis 1999 war Annette Schavan, heute Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl, Vizepräsidentin des KDFB. Die Theologin setzte sich in ihrer Amtszeit besonders für eine stärkere Öffnung der katholischen Kirche für Frauen ein. So gehörte sie z. B. zu den Initiatorinnen des Internationalen Theologischen Kongresses, der 1997 zum Thema "Diakonat: Ein Amt für Frauen in der Kirche - Ein frauengerechtes Amt?" in Stuttgart stattfand und wirkte als ZdK-Vizepräsidentin maßgeblich an dem Positionspapier "Dialog statt Dialogverweigerung - Wie in der Kirche miteinander umgehen?" mit.

KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth würdigte in ihrer Laudatio das vielfältige gesellschafts- und kirchenpolitische Engagement von Annette Schavan, die während ihrer beiden KDFB-Amtszeiten sowohl zur Kultusministerin von Baden-Württemberg (1995) ernannt als auch stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende (1998) wurde. "Sie haben den Frauenbund mit Wort und Tat, Herz und Verstand, Hartnäckigkeit und Weitsicht durch bewegende Zeiten in Politik und Kirche geführt. Sie haben ihn wesentlich mitgestaltet und Spuren hinterlassen, denen wir immer noch gerne folgen. Der "Tag der Diakonin", den Sie 1997 mit dem damaligen Bundesvorstand eingerichtet haben, ist für uns weiterhin Ansporn in unseren Bemühungen um die Zulassung von Frauen zum sakramentalen Diakonat. Wir sind Ihnen zu Dank verpflichtet und stolz, Sie als Frauenbundfrau in unseren Reihen zu wissen."

Aufgrund ihrer Verbundenheit mit dem KDFB übernimmt Botschafterin Schavan die Schirmfrauschaft für den Ökumenischen Frauenpredigtpreis, den KDFB und Deutscher Evanglischer Frauenbund (DEF) 2016/2017 gemeinsam durchführen. Sie erklärt dazu: "Die Entscheidung den Frauenpredigtpreis von KDFB und DEF im Jahr des Reformationsjubiläums unter das Motto "Eins sein in Christus" (Galater 3,28) zu stellen, begrüße ich sehr. Es wäre gut, wenn katholische und evanglische Christinnen diese noch längst nicht eingelöste Verheißung des Galater-Briefes in ihrer Verkündigung weitertragen."

Frauengesundheit - Aufgabe für Politik und Gesellschaft

Köln, 24.10.2016 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) fordert in einer aktuellen Stellungnahme Verantwortliche in der Politik, bei den Sozialversicherungsträgern, im Gesundheitswesen und in der medizinischen Forschung sowie Arbeitgeber und Gewerkschaften auf, eine geschlechterbezogene Gesundheitserhaltung, -förderung und -versorgung für alle Frauen umzusetzen und weiterzuentwickeln. 

Die Gesundheit von Frauen und Mädchen zu fördern und zu erhalten ist ein Kernanliegen der internationalen Frauenbewegung und stellt besondere Anforderungen an Gesundheitswesen und Gesundheitspolitik. Aus Sicht des KDFB ist daür ein ganzheitlicher Gesundheitsbegriff nötig, der den Zusammenhang von körperlicher und seelischer Gesundheit und Lebensumwelt umfassend berücksichtigt. "Die Beseitigung von sozial bedingten ungleichen Gesundheitschancen muss Priorität in der Gesundheitspoitik und medizinischen Versorgung haben. Daher setzen wir uns für eine Gesundheitsversorgung ein, die die Gesundheit aller Frauen unabhängig von Familienstand, Alter, Wohnort und Herkunft sichert", erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth.

Zwar wertet der KDFB die Aufnahme der Kategorie Geschlecht in das 2015 verabschiedete Präventionsgesetz als einen ersten wichtigen Schritt. Es sei nun aber zwingend notwendig, so Flachsbarth, die Auswirkungen der jeweiligen Lebensumwelten von Frauen auf ihre Gesundheit auch tatsächlich zu berücksichtigen und die Genderperspektive durchgängig und konsequent in ein qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem einzubeziehen. Dazu gehören Bereiche wie Geburt, Mutterschaft, Prävention im gesundheitsschutz, gendergerechte Ausgestaltung des Arbeitsschutzes sowie die Weiterentwicklung des Mutterschutzgesetzes.

Die im Rahmen einer KDFB-Studientagung mit 120 Frauen und Expertinnen zum Thema "Frauengesundeit. Perspektiven aus Politik, Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft" entstandene Stellungnahme enthält auch einen eindringlichen Appell an die Bundesregierung, im nächsten Gesundheitsbericht maßgebliche Veränderungen vorzunehmen. "Der erste Gesundheitsbericht der Bundesregierung hat vor 15 Jahren ältere Frauen, Mädchen und Migrantinnen aus der Berichterstattung ausgeklammert. Sie müssen nun dringend auch in den Blick genommen werden", erklärt KDFB-Präsidentin Flachsbarth.

Frauen ohne Papiere im Fokus

KDFB-Spendenaktion für IN VIA Beratungsstellen

 Köln/Freiburg, 11.7.2016 - Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) unterstützt die Kampagne „Mittendrin. Ohne Rechte.“ von IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit mit einer Geldspende. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Frauen, die in Deutschland im Verborgenen leben und deshalb auf Hilfe angewiesen sind.

 Zahlreiche Frauenbundfrauen beteiligten sich an der Spendenaktion der KDFB-Mitgliederzeitschrift „Engagiert – Die christliche Frau“ zugunsten betroffener Frauen. KDFB-Vizepräsidentin Marianne Bäumler und Sabine Slawik, stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes des KDFB, überreichten im Rahmen der Delegiertenversammlung einen Spendenscheck in Höhe von 7.762 Euro an IN VIA. Sie stellten fest: „Als katholischer Frauenverband setzen wir uns für die Rechte und Interessen von Frauen ein. Gerade Frauen ohne Papiere, die in unserem Land ein Schattendasein führen, brauchen unsere Unterstützung bei ihrer Existenzsicherung und der Einforderung ihrer Rechte.“

 Regine Rosner, Fachbereichsleiterin Frauen und Migration bei IN VIA, nahm die Spende entgegen: „IN VIA dankt allen KDFB-Frauen für die großzügige Unterstützung unserer Arbeit vor Ort. Mit dieser Spende können wir vielen Frauen ohne Papiere helfen, die z.B. dringend ärztliche Hilfe, Rechtsberatung oder psychologische Unterstützung benötigen oder denen Medikamente und das Nötigste zum Leben fehlen“.

 Frauen halten sich illegal in Deutschland auf, weil z.B. ihre Aufenthaltsgenehmigung abgelaufen ist oder ihr Asylantrag abgelehnt wurde. Sie leben mitten unter uns, sie arbeiten, verdienen Geld, brauchen Wohnraum für sich und ihre Kinder. Jedoch haben sie weder eine Meldebescheinigung noch eine Arbeitserlaubnis oder eine Krankenversicherung. Rosner erklärt: „Diese Frauen arbeiten meist für eine geringe Entlohnung in privaten Haushalten als Putzhilfe, in der Kinderbetreuung, als Pflegerin oder als Aushilfe in der Gastronomie“. Es gibt Arbeitgeber, die die Notsituation dieser Frauen ausnutzen, ihnen den Lohn vorenthalten oder sie unter Druck setzen. Manche Frauen werden sogar in die Prostitution gezwungen. Dies ist laut KDFB eine Menschenrechtsverletzung. Die Würde der Frauen werde bewusst missachtet, kritisiert Bäumler.

 IN VIA Deutschland setzt sich bundesweit dafür ein, dass Frauen in aufenthaltsrechtlicher Illegalität einen legalen Aufenthaltsstatus erhalten. Der Verband fordert die politisch Verantwortlichen auf, Frauen, die schon länger in Deutschland leben und nachweisen können, dass sie für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen, einen legalen Aufenthaltstitel zu erteilen.

 IN VIA ist ein international organisierter katholischer Frauenverband, der sich gesellschafts-politisch und durch konkrete Hilfen für gerechte Lebensbedingungen v. a. für Mädchen und junge Frauen einsetzt. IN VIA arbeitet mit 1.800 Hauptamtlichen und 2.800 Ehrenamtlichen in rund 70 Städten in Deutschland und erreicht mit seinen Angeboten jährlich ca. 150.000 Menschen (ohne Bahnhofsmissionen). IN VIA unterstützt vor allem Mädchen, Frauen und benachteiligte Jugendliche mit praktischen Hilfen. IN VIA ist auch der katholische Träger der Bahnhofsmissionen in Deutschland. IN VIA ist ein Fachverband im Deutschen Caritasverband.

Stärkere Regulierung der Prostitution

KDFB und SkF begrüßen gesetzliche Änderungen

 Köln/Dortmund, 7.7.2016 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) und der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. (SkF) begrüßen die vom Deutschen Bundestag beschlossenen Änderungen im Prostituiertenschutzgesetz und sehen darin einen besseren Schutz der in der Prostitution tätigen Frauen.

 „Wir freuen uns, dass nach mehrjährigen Kontroversen das Prostituiertenschutzgesetz endlich beschlossen ist und danken allen Beteiligten für ihren Einsatz. Nun erwarten wir, dass die Reform tatsächlich zu einer dauerhaften Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von in der Prostitution tätigen Frauen (und Männern) führt“, erklären KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth und SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus. Sie begrüßen die Verankerung notwendiger Schutzstandards, durch die die Würde der Person ein größeres Gewicht erhält.

 Positiv aus Sicht des KDFB ist, dass besonders der Schutz junger Frauen in der Prostitution durch die persönliche Anmeldepflicht und regelmäßige Gesundheitsberatung verbessert wird. „Wichtig ist, dass das Gesetz die Prostituierten nun erreicht und die Umsetzung in allen Bereichen ohne Verzögerung erfolgt“, fordert KDFB-Präsidentin Flachsbarth. Die beschlossenen Gesetzesänderungen können laut Flachsbarth auch Mittel zur Verhütung und Bekämpfung von Menschenhandel und Zwangsprostitution sein.

 Nach Meinung des SkF steht der Schutz der Prostituierten auch in engem Zusammenhang mit der Zuverlässigkeitsprüfung der Bordellbetreiber und der Erlaubnispflicht aller Bordelle. „Wir begrüßen, dass der Gesetzgeber zukünftig den Betrieb von Prostitutionsstätten strenger regulieren wird und eine Erlaubnis untersagt, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Ausbeutung von Prostituierten Vorschub geleistet und die sexuelle Selbstbestimmung massiv beeinträchtigt wird, z.B. in Form sog. Flatrate-Angebote“, erklärt SkF Bundesvorsitzende Dr. Anke Klaus.

 Beide Frauenverbände weisen darauf hin, dass bei der Umsetzung des Gesetzes eine gute Unterstützung für Prostituierte in besonders gefährdeten Situationen oder Notlagen erfolgen muss. Hierzu sind entsprechende Beratungsangebote zwingend notwendig.

KDFB begrüßt Änderungen im Sexualstrafrecht

Köln, 7.7.2016 - Als notwendigen und wegweisenden Schritt für einen wirksamen Schutz von Frauen vor sexueller Gewalt begrüßt der Katholische Deutsche Frauenbund e. V. (KDFB) ausdrücklich die heute beschlossenen Änderungen im Sexualstrafrecht.

"Die Gesetzesänderung stellt eine deutliche rechtliche Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung von Frauen dar und hebt Würde, Interessen und Rechte von Frauen hervor. Dieser Schritt war notwendig, um wesentliche Lücken im Sexualstrafrecht zu schließen", erklärte KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. Der Katholische Deutsche Frauenbund dankt dem breiten und parteiübergreifenden Bündnis von Parlamentarierinnen, die sich für die Durchsetzung dieser seit langem ausstehenden Reform konsequent und beharrlich eingesetzt haben.

Besonders begrüßt der KDFB die Erweiterung des Straftatbestandes der sexuellen Belästigung wie das sog. "Angrapschen" und einschärferes Strafmaß für Straftaten aus Gruppen heraus. Ebenso befürwortet der Frauenbund, dass auch der wesentlich verbesserte Schutz von Mädchen und Frauen mit Behinderungen dazu zählt.

KDFB-Präsidentin Flachsbarth stellt zur Gesetzesänderung fest: "Es ist gelungen, im Sexualstrafrecht einen Paradigmenwechsel vorzunehmen. Künftig ist klargestellt, dass eine Willensäußerung ausreicht, d. h. ein Nein gilt in jedem Fall uneingeschränkt als ein Nein." Auf diese Weise kann laut KDFB auch die noch ausstehende Ratifizierung der Istanbuler Konvention zum Schutz von Frauen vor sexueller und häuslicher Gewalt realisiert werden, zu der Deutschland sich verpflichtet hatte.

NEIN zu sexueller Gewalt gegen Frauen

KDFB fordert konsequente Maßnahmen

 Köln, 12.1.2016 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) nimmt die Ereignisse der Silvesternacht in Köln zum Anlass, die vielfachen Formen sexualisierter Gewalt gegen Frauen, wo, wann und von wem auch immer sie stattfinden, auf das Schärfste zu verurteilen. „Sexuelle Belästigung ist abscheulich und inakzeptabel. Sie tritt die Menschenwürde mit Füßen und ist in keiner Weise zu entschuldigen oder gar zu tolerieren“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth angesichts der aktuellen Diskussionen zu den Silvester-Ereignissen in Köln und in anderen Großstädten.

 Ausdrücklich lehnt der KDFB jede Art von (sexualisierter) Gewalt gegen Frauen ab, von wem auch immer sie ausgeführt wird. Ein solches Verhalten ist gesellschaftlich zu ächten und strafrechtlich zu verfolgen. „Unabhängig von Nationalität, sozialer Schicht und Geschlecht fordern wir die Bestrafung von frauenfeindlichem und frauenverachtendem Verhalten. Gegenseitiger Respekt und Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Bereichen gesellschaftlichen Zusammenlebens bilden die Grundlage für Freiheit und Toleranz in unserem Land und sind daher von allen in Deutschland lebenden Menschen zu akzeptieren“, stellt KDFB-Präsidentin Flachsbarth fest. Der Schutz und die Achtung von Frauen und Mädchen ist ein Lackmustest für die Durchsetzung unserer freiheitlichen Rechtsordnung – so die Auffassung des KDFB.

 Gleichzeitig warnt der KDFB davor, die Silvester-Ereignisse politisch zu instrumentalisieren und Geflüchtete oder Migranten pauschal vorzuverurteilen, auch wenn nach bisherigen Erkenntnissen hauptsächlich Männer aus Nordafrika und Arabien zum Täterkreis gehören. „Es ist nicht gerechtfertigt, in dem Zusammenhang Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen und gegen sie zu hetzen. Viel wichtiger ist, die beteiligten Männer zu identifizieren und die Polizei bei der Aufklärung zu unterstützen. Diejenigen, die Frauen Gewalt antun, müssen mit rechtlichen Konsequenzen bis hin zur Abschiebung belangt werden“, so Flachsbarth.

 Mit Blick auf die Integration von Flüchtlingen hält es der Frauenbund für unerlässlich, in Integrationskursen intensiv über die gleichberechtigte Stellung von Frauen in Deutschland zu sprechen. Dies gelte besonders für Männer, in deren bisherigem Kulturkreis Frauen eine untergeordnete Rolle einnehmen, so KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth.